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Der "sanfte Übergang" - die besondere Gestaltung der 1.Schulwoche der Klassen 5

Schon vor mehreren Jahren hat das Kollegium entschieden, den Schülerinnen und Schülern der neuen Klassen 5 den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium zu erleichtern.

In der Grundschule waren sie vertraut mit einem überschaubaren Schulsystem und einem kleinen Schulgebäude und fast den ganzen Morgen umsorgt von einer einzigen Lehrperson. Jetzt sollen sie sich auf einmal in einer großen Schule mit über 60 Klassen und Fachräumen, mit über 70 Lehrerinnen und Lehrern und vor allem mit über tausend Schülern zurechtfinden, von denen die Hälfte drei Köpfe größer sind als sie selbst. Unsere Überlegung war, dass die zehnjährigen Neuanfänger dazu genügend Ruhe und Zeit brauchen.

In den letzten Jahren hat es sich sehr bewährt, sie nicht gleich mit dem normalen, vollen Stundenplan beginnen zu lassen, sondern sie in der ersten Woche langsam mit der großen, noch so verwirrenden Schule vertraut zu machen. Neben dem neuen Klassenraum gilt es, die verschiedenen Fachräume und vor allem die Wege dorthin kennenzulernen. Die vielen Flure und Gänge, der Schulhof, der Weg von der Bushaltestelle, das Sekretariat, die Hausmeisterloge und vieles mehr muss erkundet werden. Zudem sollen sich die Schülerinnen und Schüler in den neuen Klassenverbänden kennenlernen. Um dies alles ohne Hetze tun zu können, werden sie in der ersten Woche vornehmlich mit dem Klassenlehrer zusammen sein. In der einen oder anderen Stunde stellen sich einzelne Fachlehrer schon vor.

Ihre neue Schulzeit am Gymnasium beginnt erst am zweiten Unterrichtstag nach den Ferien. So geraten wir mit ihrer Einführung nicht in die Hektik des allgemeinen Schulbetriebs nach den Ferien. Und um den noch kleinen Schülerinnen und Schülern am Morgen das noch ganz ungewohnte Gedränge in der großen tausendköpfigen Schülerschar zu ersparen, beginnt für sie der Unterricht in der ersten Woche erst mit der zweiten Stunde. Der erste Schultag am Gymnasium soll in bester Erinnerung bleiben. Er wird besonders festlich gestaltet. Die Klassenlehrerinnen oder Klassenlehrer haben es weitgehend selbst in der Hand, wie sie im einzelnen die nächsten Tage der ersten Woche gestalten. Es könnte ungefähr wie folgt aussehen:

1. Tag:

  • Ökumenischer Gottesdienst in der Kirche St. Gertrud

  • Feierliche Begrüßungsfeier in der Aula unter Mitwirkung des Schulchores und Überraschungsprogramm

  • Am Ende der Feier werden die neuen Schüler den einzelnen Klassen zugeteilt. Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer werden vorgestellt und führen dann ihre Schüler in ihren Klassenraum

  • Da die Eltern auf ihre Kinder warten, soll hier nur das Nötigste geregelt werden: kurze Vorstellung der Namen (Vergleich mit der Schülerliste)

  • Information über den Unterrichtsbeginn und den Stundenplan des nächsten Tages bzw. der ersten Woche, Hinweis auf benötigtes Material, Ausgabe der Busfahrkarten

2. Tag:

  • Vorläufige Sitzordnung anweisen

  • Kennenlernspiele

  • Gemeinsames Anfertigen von Namensschildern

  • Bekanntgabe des Stundenplanes und der Unterrichtszeiten

  • Hinweise auf anzuschaffende Materialien

  • Fachunterricht des Klassenlehrers

  • Einzelne Fachlehrer teilen schon die Schulbücher ihres Faches aus.

  • „Ablaufen" des Stundenplans, d. h. Zeigen und Erklären von Wegen zu Fachräumen, Schulhof u. a.

  • Vorstellung der Fachlehrer

  • Unterricht bei einem Fachlehrer

3. Tag:

  • Gang zur Bushaltestelle mit Erläuterungen

  • Milch-, Kakaobestellung

  • Hinweise zum Verhalten im Schulgebäude und auf dem Schulhof (z. B. Taschentransport zwischen Klassen/Fachräumen)

  • Erneut Kennenlernspiele

  • Fachunterricht des Klassenlehrers

  • Fachunterricht eines Fachlehrers

4. Tag:

  • Gemeinsames Frühstück

  • Fachunterricht des Klassenlehrers

  • Fachunterricht eines weiteren Fachlehrers

  • Bestimmung eines Klassenbuchführers

  • Festlegung des Tafeldienstes

  • Hinweise zum Packen der Schultasche

  • Hinweise zur Führung eines Hausaufgabenheftes

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