Unsere Schule profitiert von einem starken und verlässlichen Partner in der Wirtschaft.
Das Haus St. Josef in Eschweiler ist der Träger unserer Übermittagsbetreuung.
Hier zeigen wir seit vielen Jahren unser soziales Engagement: Partnerschaftsprojekt MALABON
Wir erhalten unsere aktuelle Besucherzahl seit nunmehr 10 Jahren von:
Unsere Schule hat im letzten Jahr das Projekt "TAtSch" für unseren derzeitigen Literaturkurs der Jahrgangstufe 12 gewonnen. Dabei bekommen wir regelmäßig Besuch vom Autor und Dramaturg Lothar Kittstein, der uns in einer Schreibwerkstatt beim kreativen Schreiben unterstützt.
27.9.11:
Heute war unser erster Termin. Wir waren alle schon sehr gespannt auf den Autor und was wir wohl machen. Die Überraschung: Keine Stühle und die Tische standen nur am Rand. Wir konnten uns jederzeit frei bewegen, auch auf den Boden oder die Tische setzen. Alles war anders als im normalen Unterricht. Nach einer kurzen Vorstellung seitens des Autors ging's auch schon los. Statt antworten, wie sonst, war erstmal schweigen angesagt. 5 Minuten! Man konnte sofort merken, dass das Schweigen unterschiedliche Wirkungen auf uns hatte. Manche kamen zur Ruhe, manche wurden hibbelig. In der anschließenden Schreibphase konnte jeder schreiben, was er wollte – ganz ohne Vorgaben! Eine weitere Konzentrationsphase schloss sich daran an, wobei Herr Kittstein uns eine bestimmte Situation beschrieb und dadurch unsere Phantasie anregte. Beim anschließenden Besprechen der Texte fiel auf, dass sich einige Texte an dieser Situation orientierten, andere jedoch ein ganz anderes Thema beinhalteten. Und wieder war es anders als im Unterricht – nichts daran war falsch und niemand musste vorlesen.
Dieses Motto soll sich auch durch weitere Unterrichtsstunden ziehen.
4.10.11:
Heute hatten wir erneut Besuch von Lothar Kittstein. Wir fingen wieder mit fünf Minuten Schweigen an, doch diesmal war die Situation für alle vertrauter. Neu war, dass wir uns auf unseren Atem konzentrieren sollten. Eine neue Übung, die vielen zugesagt hat, war das "Schnelle Schreiben". Wir mussten vier Minuten durchschreiben, ohne den Stift abzusetzen und ohne nachzudenken. Eine anschließende Besprechung zeigte die unterschiedlichsten Ergebnisse. Dabei haben wir auch viel gelacht! Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch!
28.11.11:
Wer kennt das Kinderspiel "Wer zuerst lacht, hat verloren?" – Genau, fast jeder! Umso erstaunter waren wir, dass dieses Spiel der Beginn unseres dritten Termins war. Natürlich war es eine komische Situation, dass sich 12.-Klässler im Unterricht gegenüber stehen und nicht lachen sollen, aber wir haben uns amüsiert und brachten gute Ergebnisse. Anschließend machten wir diese Übung auch noch einmal in einem großen Kreis, wobei trotzdem jeder ein "eigenes" Gegenüber hatte. Diese Übung wurde von vielen anders und leichter empfunden als die vorherige; von einigen wegen der größeren Distanz, von anderen, weil sie bereits eine Strategie gefunden hatten. Abgerundet wurde die Stunde durch eine Wiederholung der ersten Übung, bei der wieder jeder mit einem Partner in ca. einem Meter Abstand das Spiel spielte.
7.12.11:
Den heutigen Tag haben wir unserer Schreibwerkstatt mit Lothar Kittstein gewidmet!
Von 11:30h bis 15:00h konnten wir unserer Kreativität freien Lauf lassen und wer hätte gedacht, dass wir soviel dabei Lachen würden? Wir haben die Stunde mit Übungen begonnen, die uns zeigten, dass Geschichten keine Grenzen haben.
Die erste Übung bestand darin, dass ein Freiwilliger eine Geschichte erzählte, indem er die Wörter, die die anderen SchülerInnen ihm nacheinander nannten, in einzelne Sätze verarbeitete. Das erstaunliche war, dass jeder nur Substantive nannte, was uns zur zweiten Übung führte, bei der wir mit der Gruppe ganze Sätze bilden mussten, wobei jeder immer noch nur ein Wort sagen durfte. Es schloss sich eine Schreibphase und eine darauffolgende Besprechung an.
Die nächste Übung war etwas ganz anderes; wir wurden in zwei Gruppen geteilt und jede Gruppe bekam ein Wort, an das sie denken sollte. Man konzentrierte sich in dieser Übung also wieder auf sich selbst und konnte anschließend seine Gedanken aufs Papier bringen. Danach durften wir mit Herrn Kittstein im Einzelgespräch über unsere Texte reden.
Und weil uns die Übung (jeder sagt ein Wort und wir erzählen gemeinsam eine Geschichte) so viel Spaß gemacht hat, beendeten wir den heutigen Termin mit einer Wiederholung dieser Aufgabe.
20.12.2011:
100, 99, 98, …
So mussten wir heute zu Beginn der Stunde bis Null runterzählen und währenddessen einen Text schreiben. Vielen fiel diese Übung schwer, somit waren wir nicht besonders zufrieden mit unseren Texten. Das änderte sich mit der zweiten Übung.
Wir schrieben einen Text, tauschten ihn mit unserem Partner aus und dieser sollte den Text bis zu dem Punkt übernehmen, wo er für ihn eine andere Richtung nahm. Klingt kompliziert, war es aber nicht, denn auch beim erneuten Tauschen konnte man dem in Teilen bekannten Text eine neue Idee abgewinnen.
Beim Besprechen der drei aufeinander aufbauenden Texte war es sehr spannend zu sehen, wie viele Möglichkeiten in einem Text zu finden sind.
< text by: Literaturkurs Jg. 12, Frau Kikum>



