Gymnasium Herzogenrath

Europatag 2013: Politisches Speed-Dating (06.05.2013)

06. Mai 2013: Europatag an unserer Schule
Politisches „Speed-Dating“ in unserer Aula

Karin Schmitt-Promny, Bündnis 90/Die Grünen beantwortet Fragen der Schüler

Gaby Molitor, MdB FDP, begeisterte durch anschauliche Schilderungen aus Ihrem politischen Alltag als Bundesministerin

Christoph von den Driesch, Bürgermeister von Herzgenrath, diskutiert mit den Schülern

EUROPEDIRECT Winfried Brömmel und André Schneider

Hendrik Schmitz, MdL, CDU

Jürgen Klute, Europäisches Parlament, Die Linken

Zu Beginn begrüßte die Schulleiterin, Frau Brigitte Jansen, die zahlreichen Gäste in der Aula des Gymnasiums mit den Worten: „Ohne euch jungen Leute kann die Politik nichts ausrichten. Gemeinsam haben wir heute eine interessante Organisation auf die Beine gestellt. Ich wünsche allen Teilnehmern viele Einblicke und gute Diskussionen.“

Organisiert hatten die Fachlehrer für Sozialwissenschaften unter Leitung der Fachvorsitzenden Ingrid Ernst diesen Politiktag der Extraklasse.

Zu Gast waren Hendrik Schmitz, der Landtagsabgeordnete der CDU, Karin Schmitt-Promny und Andreas Mittelstädt von den Grünen, der EU-Abgeordnete Jürgen Klute von den Linken, Bruno Barth von der SPD, die Journalistin Britta Kuck, Dr. Ansgar Klein von der Friedensinitiative sowie der Politologe Aram Ziam und Winfried Brömmel mit seinem Mitarbeiter André Schneider von Europedirect. Außerdem waren Gabi Molitor von der FDP und Christoph von den Driesch, der Bürgermeister von Herzogenrath, wie auch der Jugendbeirat der Stadt Herzogenrath vor Ort, mit Roxanna Shad, Fabian Molls, Melanie Lückhoff und Larissa Tevlin.

Für ein musikalisches Intermezzo sorgte der Kunstmusikkurs der Stufe 9, der die deutsche, niederländische und belgische Nationalhymne tänzerisch auf seine ganz eigene Art interpretierte.

Das Konzept dieser Veranstaltung bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit mit den Gästen wesentlich besser auf „Tuchfühlung“ zu gehen, als bei einer Podiumsdiskussion. Fachlehrer Christian Wernekinck bringt es auf den Punkt: „Hier geht es um Zuhören und gemeinsam Reden über Europa“. Deshalb wurde auch diese dezentrale Organisation gewählt.

Das Prinzip des Europatags wurde wie folgt vorbereitet: In der Aula der Schule wurden zwölf Stuhlgruppen aufgestellt, in denen die Schüler Platz nehmen konnten. Die Gastreferenten und Politiker wanderten von Gruppe zu Gruppe und hatten jeweils zehn Minuten Zeit, um sich den Schülern zu präsentieren, Fragen zu beantworten und ein Gespräch zu entwickeln.

Jeder Gastreferent gab den Schülern unterschiedliche Informationen, so berichtete Gabi Molitor, was sie in Zukunft mit ihrer Partei erreichen möchte. Dies bezüglich betonte sie, dass die FDP dafür sorgen möchte, dass die Jugendarbeitslosigkeit auf dem jetzigen Stand bleibt. Außerdem berichtete sie von ihren alltäglichen Aufgaben wie zum Beispiel Konzepte vorzustellen und wichtige Einrichtungen zu besuchen. Das Thema „Frauen in der Politik“ lag ihr sehr Herzen. Somit war sie der Meinung, es solle mehr Frauen in der Politik und generell in Führungspositionen geben.

Der Landtagsabgeordnete Hendrik Schmitz von der CDU informierte die Schüler zuallererst in welchen Bereichen der Politik seine Arbeitsschwerpunkte liegen und erzählte den Schülern, wie er zu seinem Beruf steht. So sagte er, es mache ihm vor allem Spaß, Entscheidungen treffen zu können. Er appellierte an die Schüler, sich in die Politik einzubringen und ihre Ideen umzusetzen. Auch meinte er, es sei wichtig in Krisenzeiten zu erkennen, dass Europa gut für uns ist. Auf die Frage was er von dem Europatag halte, antwortete er mit den Worten: „Super Sache!“

Auch Winfried Brömmel und sein Mitarbeiter André Schneider fesselten die Schüler mit ihren Informationen. Zu Anfang wurde den Jungendlichen erklärt, was es mit Europedirect auf sich hat, nämlich, dass es eine Organisation ist, die von der EU-Kommission beauftragt wird, Menschen über die EU aufzuklären. Zudem wurden den Schülern viele Studieninformationen gegeben und das Thema Auslandsjahr wurde angesprochen. Brömmel antwortete auf die Frage, wie er zu seinem Beruf gekommen sei, dass er von Europa fasziniert ist, was der Grund für seine Berufswahl war.

Christoph von den Driesch sprach mit den Schülern über die Stadt und bot ihnen die Möglichkeit, Wünsche oder Verbesserungsvorschläge zu äußern, um die Stadt für die Jugend attraktiv zu machen. Als er nach seiner Meinung zum Europatag gefragt wurde, erklärte er, er finde diesen sehr sinnvoll, da es wichtig ist, der Jugend die Politik näher zu bringen. Vor allem weil diese für die Jugend selbstverständlich geworden ist, ohne dass sie sich wirklich mit ihr auseinander gesetzt haben. Wörtlich antwortete er: „Sehr wichtig!“

Der Jugendbeirat der Stadt Herzogenrath kümmerte sich sehr um die Bedürfnisse der Schüler und wollte deren Auskunft über das Wohlbefinden der Stadt um diese noch zu verbessern. Vor allem wurden Jugendtreffpunkte angesprochen, da viele Schüler das Gefühl hatten, es gäbe nicht genug Plätze, an denen man sich treffen könnte. Es wurde ebenfalls über Jugendwahlprogramme und politische Angelegenheiten gesprochen.

Als Fazit kann man sagen, dass der Europatag viel Interesse bei den Schülern geweckt und sie um viele Erfahrungen reicher gemacht hat. Außerdem konnten sie den Kontakt mit vielen Politikern und allen anderen Gastreferenten aufnehmen. Die Referenten waren sich einig, dass ein Tag über Politik und Europa sehr förderlich und wichtig ist. Deshalb wird man vielleicht schon im nächsten Jahr wieder auf das Thema „Europatag im Herzogenrather Gymnasium“ zu sprechen kommen.

[text and photos by: Lisa Lennartz, Nico Franke, Ali Yenen, Daniel Peters, Celine Schlösser, Lea Nowak, Niklas Jakob und Sara Reudelsterz (Klassen 9)]