Gymnasium Herzogenrath

GESELLSCHAFT | Klasse 9a: Zug der Erinnerung (16.10.2011)

Schülerinnen und Schüler erleben Nähe zu den deportierten Kindern

Schülerinnen aus der 9a

Isabel und Raphaela

 
 
Schüler aus der 9a

Christoph und Geron

„Man ist den Kindern plötzlich so nah und fühlt richtig mit ihnen“ stellt Raphaela, Schülerin aus der Klasse 9a des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath, ihren ersten Eindruck dar. „Im Geschichtsunterricht haben wir zwar große Zahlen von getöteten Menschen gelesen, aber das sind eben nur Zahlen. Hier in dem Eisenbahnwagon kann man sich durch die Briefe und Bilder in wirkliche Menschen hineinversetzen.“, fand Alessandra nach ihrem Besuch im „Zug der Erinnerung“ am Bahnhof von Herzogenrath fest.

Die Klasse 9a nahm das Angebot im Rahmen ihres Geschichtsunterrichts, passend zum behandelten Unterrichtsthema wahr. „Wenn persönliche Konfrontation durch Bilder oder Einzelschicksale auf die vorher erarbeiteten Fakten trifft, bleibt ein nachhaltiger Eindruck zurück“, so Cornelia Beckmannshagen, Geschichtslehrerin der Klasse 9a. Ein anschließendes Gespräch über die dargestellten Schicksale rundete den Unterrichtsbesuch an diesem so wichtigen außerschulischen Lernort ab. Die Schülerinnen und Schüler waren mehrheitlich tief betroffen und auch Skeptiker gaben zu, dass sie ohne diesen Besuch sicher die Auseinandersetzung mit den Schicksalen nicht gesucht hätten.
Informationen: „Der Zug der Erinnerung“ ist eine rollende Ausstellung, die an die Deportation von mehreren hunderttausend Kindern aus Deutschland und anderen Ländern in die nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagerlager erinnert.

<Text by: Cornelia Beckmannshagen>