Gymnasium Herzogenrath

KULTUR | 1. Platz bei Schülerwettbewerb Europa (Stand: 12-07-2019)

1000€ für die Klassenkasse – 8C gewinnt den Schülerwettbewerb des Medienprojekts von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten
Als Hannah Kreuer und Ragna Gronewold Ende Mai mit einem Artikel aus der Tageszeitung in der Hand ihre Klassenlehrerinnen fragten, ob eine Teilnahme an dem Wettbewerb nicht eine gute Möglichkeit sei, die Klassenkasse aufzubessern, ahnte noch niemand wie erfolgreich die beiden mit ihrer Idee sein würden.
Die Zeit war knapp. Der Abgabetermin für den Beitrag war schon eine Woche später. Da sich unter den Mitschülerinnen und Mitschülern niemand fand, der seine Freizeit gerne mit dem Europa-Projekt verbringen wollte und auch im Unterricht zwischen all den Feiertagen und verlängerten Wochenenden keine Zeit sein würde, das Projekt zu unterstützen, beschlossen die beiden Mädchen kurzerhand, das Ganze in Eigenregie anzugehen. Ein ganzes Wochenende verbrachten sie damit zu recherchieren und fotografieren, Ideen zu sammeln und zu strukturieren. Nach vielen Stunden der Arbeit war es geschafft: ihr Kurzfilm „Wenn es Europa nicht gäbe“ war fertig.
Dann hieß es Warten. Ganze drei Wochen vergingen bis endlich eine Rückmeldung vom Zeitungsverlag bei den Klassenlehrerinnen einging. Und, wer hätte das gedacht? Der Beitrag „Wenn es Europa nicht gäbe“ wurde von der Jury, bestehend aus Redaktionsmitgliedern und Sponsoren, unter die ersten drei Sieger-Plätze gewählt. Welchen Platz die Klasse genau gemacht hat, würde bei einer Preisverleihung am Donnerstag, den 04. Juli, im Internationalen Zeitungsmuseum in Aachen bekanntgegeben. Die Aufregung war groß.
Am 04. Juli machte sich dann die ganze Klasse 8C zusammen mit den Klassenlehrerinnen auf den Weg nach Aachen zur Preisverleihung. Vor Ort trafen die Schülerinnen und Schüler auf die anderen beiden Siegerklassen. Nach einer kurzen Begrüßung wurden die drei Siegerbeiträge noch einmal gezeigt. Die wachsende Anspannung und Aufregung waren deutlich zu spüren. Schließlich war es so weit. Die Moderatorin las, beginnend mit dem dritten Platz, die Siegerreihenfolge vor. Als auch beim zweiten Platz nicht die 8C genannt wurde, brach riesiger Jubel aus. Zum einen freuten sich die glücklichen zweiten Gewinner, zum anderen jubelte die 8C, für die nun klar war, den 1. Platz gemacht zu haben. Hannah und Ragna nahmen glücklich und stolz eine Urkunde sowie einen Check über 1000€ für die Klassenkasse entgegen. Im Anschluss an die Preisverleihung gab es noch eine kurze Museumsführung sowie Getränke und Donuts für alle. Die Gewinnerteams sind am 10. Juli im Magazin der Tageszeitung zu finden.
Wir blicken auf einen schönen und erfolgreichen Tag zurück und freuen uns, den unglaublichen Gewinn im kommenden Schuljahr (z.B. für unsere Abschlussfahrt) nutzen zu können. Vielen Dank an Hannah und Ragna!

[text and photos by: Angelina Baumgarten, Klassenlehrerin der 8c]

 
Auch die Aachener Nachrichten berichteten: Wenn es Europa nicht gäbe…
Schülerinnen und Schüler begeistern die Juroren des Medienprojekts mit tollen Beiträgen. Ehrung im Zeitungsmuseum.
Ein lauter Schrei gellte durch den Eingangsbereich des Internationalen Zeitungsmuseums (IZM) in Aachen. Nachdem klar war, wer den dritten und zweiten Platz des „Texthelden“-Wettbewerbs belegt hatte, wussten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath, dass der Beitrag ihrer Klassenkameradinnen Hannah Kreuer und Ragna Gronewold „Wenn es Europa nicht gäbe“ gewonnen hatte. Und freuten sich! „Als Gewinner dürft Ihr Euch alle fühlen“, sagte Anja Clemens-Smicek, Chefin vom Dienst von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten. Und in der Tat: Nicht nur die Gewinnerklassen, alle Wettbewerbsteilnehmer und alle 130 Klassen im „Texthelden“-Projekt haben sich auf ganz eigene Art und Weise mit dem Thema Europa, mit der Zeitung sowie der Medienentwicklung im Allgemeinen auseinander gesetzt.
Die Jury – besetzt mit Vertretern der „Texthelden“-Sponsoren Sparkasse Aachen und Düren, Stawag und EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH – hatte neben der 8c des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath (1. Platz: 1000 Euro) außerdem die 8a der Maria-Montessori-Gesamtschule aus Aachen (2. Platz: 750 Euro) sowie die 9d des Goethe-Gymnasiums Stolberg (3. Platz: 500 Euro) für preiswürdig befunden. Die Sponsoren hoben die Bedeutung von Medienkompetenz, die im „Texthelden“-Projekt vermittelt wird, hervor. „Welche Relevanz hat das Thema für mich? Und welche Quellen sind seriös?“, fasste Eva Wußing, Sprecherin der Stawag, die entscheidenden Fragen für einen reflektierten Medienumgang zusammen und lobte die Gewinner: „Ihr habt einen großen Schritt getan, Euch mit diesen Themen auseinanderzusetzen.“
Auch EWV-Sprecher Markus Bienwald betonte, wie wichtig es sei, „Medien nicht nur zu konsumieren, sondern reflektiert zu betrachten“. Und Sprecher Erich Timmermanns berichtete für die Sparkassen Aachen und Düren von sehr an Nachrichten interessierten Auszubildenden bei den Sparkassen: „Für uns ist es aber auch wichtig, dass die Azubis besonders über die lokalen Nachrichten mit Schwerpunkt Wirtschaft aus Medien und Sozialen Netzwerken Bescheid wissen.“
Die Gewinnerbeiträge betrachteten das Thema Europa auf ganz unterschiedliche Weise (alle Beiträge sind unter schule.az-an.de abzurufen): „Wenn es Europa nicht gäbe“ von Hannah und Ragna zeigt in einem comicartigen Erklärstück auf, welche Konsequenzen geschlossene Grenzen hätten. Die 8a der Maria-Montessori-Gesamtschule hatte sich auf die Reise durch die Euregio von den alten Stadttoren Aachens bis zum Dreiländerpunkt begeben und ein leidenschaftliches Plädoyer für ein „Europa ohne Grenzen“ zusammengestellt. „Europe(an) matters“ der 9d des Goethe-Gymnasiums Stolberg ist ein Ergebnis eines großen Erasmus-Projektes der Schule. Menschen aus ganz Europa benannten in ihrer eigenen Sprache die Vorteile, die ihnen die EU verschafft – vom gemeinsamen Notruf bis zum Ende der Diskriminierung. So unterschiedlich die Herangehensweisen an den Wettbewerbsauftrag waren, so einig zeigten sich die Jugendlichen in ihrer Einschätzung: Ein Leben ohne ein grenzenloses, gemeinsames Europa ist für sie nicht denkbar.
Damit hatte sich auch die Hoffnung der Wettbewerbserfinder voll erfüllt: „Wir wollten Schülerinnen und Schüler ermutigen, selbst aktiv zu werden und in die Rolle eines Journalisten oder einer Journalistin zu schlüpfen“, erklärte Jenna Hermanns vom Lesermarkt des Medienhauses Aachen, der nicht nur den Wettbewerb, sondern das ganze „Texthelden“-Projekt federführend betreut. Bei einem spannen-den und informativen Rundgang durch das IZM, geführt von Leiter Andreas Düspohl, konnten die Jugendlichen dafür bereits den nächsten Schritt gehen.

[text by: Rauke Xenia Bornefeld, Aachener Nachrichten | photo by: Aachener Nachrichten]