Gymnasium Herzogenrath

KULTUR | Heilmittel für den Planeten gesucht (Stand: 16-10-2019)

Kulturrucksack am SGH: Mit Musik, Tanz und Theater gegen die Klimakrise

Songs, Tanz und Theater gegen die Klimakrise wurden in der Aula des Gymnasiums Herzogenrath präsentiert. „Eine Welt – viele Klänge“ unter diesem Motto sind in Herzogenrath im Rahmen des Kulturrucksack-Programms der Städteregion in den vergangenen Wochen Beiträge entstanden, die aktuelle gesellschaftliche Fragen thematisieren und auch ganz persönliche Zugänge zu den Klängen der Welt erschließen.
Die Moderation an diesem Abend hatten Julia Schares und Martin Eibach übernommen. Ein besonderer Dank ging an die Gastfamilien für die Aufnahme junger Schauspieler aus Bolivien.
Das Schulorchester unter der Leitung von Martin Eibach spielte „Tango Espressivo“. Der Chor sang „Ja, die Schule“, anschließend wurde das Hip-Hop-Tanzprojekt „One World“ vorgestellt.
„Los Carnavales“ mit Gabriel Pérez (Klarinette), Martin Schulz (Violine), Jürgen Schulz (Klavier), und Dirk Barde (Kontrabass), begeisterten ebenfalls das Publikum.
Mit der jugendlichen Theater-gruppe „Teatro Trono“ aus Bolivien war auch die Kinder-Kultur-Karawane zu Gast, eine Projektgruppe der Hamburger Initiative „Creactiv für Klimagerechtigkeit“.
„El Manana es Hoy – Die Zukunft beginnt heute“, lautet das Motto, unter dem „Teatro Trono“ vor inzwischen 30 Jahren gegründet wurde. Die Jugendlichen wollen nicht mehr auf Veränderung in der Zukunft warten, sondern diese tatkräftig selbst in die Hand nehmen.
Gespannt verfolgte das Publikum die Aufführung: Ein einsames Mädchen trägt etwas auf dem Rücken, etwas, das sie sehr schätzt. Das Mädchen sucht nach einem Heilmittel für den Planeten, der erkrankt ist und kurz vor dem Tod steht. Bei der Suche trifft das Mädchen auf dunkle Gestalten, die es verfolgen. Sie wollen sich den Planeten aneignen, um sich auf dessen Kosten weiter zu bereichern. Aber das Mädchen trickst die dunklen Gestalten aus und schafft es so, ihnen zu entkommen. Die jungen Akteure zeigten in einer lebendigen Performance, wie ökologisches Engagement, karnevalistische und improvisatorische Musik zusammenpassen können. Das hat viel Beifall verdient.

[text by: fs, Aachener Nachrichten | photos by: Frank Hirschhausen]