Gymnasium Herzogenrath

KULTUR | Kinder-Kultur-Karawane kommt an (Stand: 09-11-18)

Jugendgruppe aus Südafrika arbeitete gemeinsam mit Schülern des SGH an einem Bühnenprogramm Bildergalerie MUKA

HERZOGENRATH. Die Abschiedstränen nach intensiven und unvergesslichen Tagen flossen reichlich.

13 Schüler des städtischen Gymnasiums hatten den ersten Besuch der „Kinder-Kultur-Karawane“ in Herzogenrath hautnah miterlebt und mitgestaltet. Ein interkultureller Austausch, die Schließung neuer Freundschaften und die Überwindung sozialer, ethnischer sowie topographischer Unterschiede bleiben das teure Gut, das die Schulgemeinde durch das außergewöhnliche Event erhalten hat.
Die im Jahr 1999 ins Leben gerufene „Kinder-Kultur-Karawane“ ist ein interkulturelles Projekt, bestehend aus fünf bis sieben Kinderund Jugendkulturgruppen aus verschiedenen Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Jedes Jahr sind diese Gruppen in Deutschland unterwegs und stellen ihre künstlerischen Produktionen in Schulen, Jugend und Kulturzentren sowie anderen Kulturveranstaltungen vor. Seit Anfang September gastiert die südafrikanische Delegation des kooperierenden „M.U.K.A. Projects“ bereits in Deutschland. Vor dem Gastspiel in Roda – man wohnte bei Gastfamilien – verbrachten alle eine spannende Woche in Hamburg.
Über den befreundeten Wilfried Hammers vom „Soziokulturellen Zentrum Klösterchen“ wurde die Lehrerin und „Herzogenrather Hauptorganisatorin“ Ariane Pieper einst aufmerksam auf die Arbeit der „Kinder-Kultur-Karawane“. Die Begeisterung für das Projekt entfachte sich von der ersten Minute an. Da das „Klösterchen“ keine ausreichenden Kapazitäten mehr frei hatte, wurde die Schulleitung um Hilfe gebeten. Rektorin Renate Schwab war ebenfalls sofort „Feuer und Flamme“ – zusammen mit ihrer Kollegin Katrin Jansen nahm sie neben Pieper die Organisationsarbeit auf. Drei Tage hatte die internationale Truppe Zeit, sich kennen zu lernen. Begonnen wurde im „Spiegelsaal“ mit leichten Aufwärmübungen und vertrauensfördernden Maßnahmen. Auch die Sprachbarriere wurde mit einfachen Tricks überwunden: Die Anweisungen auf Englisch oder Deutsch wurden von der jeweils anderen Gruppe immer zuerst mit einem prägnanten „Ching Ching“ oder „Chong Chong“ beantwortet. Ersteres bedeutete, dass man alles ohne Probleme verstanden hatte, letzteres brachte Verständigungsprobleme zum Ausdruck. Auf Seiten der Südafrikaner stellte sich ein bemerkenswerter Spracherfolg ein. Eingebettet in die weiteren Besuchsziele in Deutschland, sei Herzogenrath ein Mosaikstein beim Lernen der anspruchsvollen Sprache gewesen.
Für das große Bühnenprogramm hatten sich alle Beteiligten etwas Besonderes einfallen lassen. Bevor die südafrikanische Künstlergruppe ihr mitreißendes Stück „Broken – Zerbrochen“ aufführte, zeigten die Jugendlichen beider Länder, was sie in den vielfältigen Workshops der vorangegangenen Tage zusammen geleistet haben.
 

[text by: Aachener-Zeitungsverlag vom 08.11.18; photos by: Yannick Longerich, Ariane Pieper Lehrerin am Städtischen Gymnasium Herzogenrath]