Gymnasium Herzogenrath

KULTUR | Kl. 5: Kleiner Grenzverkehr mit blauen Schafen (24.09.2011)

Schüler aus Kerkrade und Herzogenrath bringen Kunstwerke auf die Burg Rode. Figuren sollen für den Frieden werben.

Blaue Schafe 1

Schafe tragen: Schüler aus Roda und Kerkrade nehmen die Kunstwerke gern in den Arm.

Blaue Schafe 2

Schulleiter Reinhard Granz begrüßt die Anwesenden und freut sich sichtlich über "diese schönen blauen Schafe".

Blaue Schafe 3

Chor aus Schülern beider Schulen untermalen musikalisch den Abschluss der Veranstaltung.

Blaue Schafe 4

Blaue Ballons mit je einem Freidenswunsch einer Schülerin oder eine Schülers steigen in den Himmel.

Herzogenrath/Kerkrade. "Jeweils zwei Schüler nehmen sich bitte jeweils ein Schaf!“ Die Lehrer sortieren ihre Schüler nach Klassen. Die 5 a-e des Herzogenrather Gymnasiums sind gestern morgen früh losgezogen, um nach Kerkrade zu fahren.

An einer
Wiese am Kreisverkehr auf der Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland stehen rund 30 Schafe aus Polyester und noch
viel mehr wartende Schüler.

Gymnasiums-Leiter Reinhard Granz begrüßt die Anwesenden und freut sich, „diese schönen blauen
Schafe zu bekommen“. Dorthin gebracht hatten sie Schüler der Kerkrader Basisschool Bleijerheide – zuletzt standen die
Schafe vor dem Kasteel Erenstein.

Der Bürgermeister von Herzogenrath, Christoph von den Driesch, erklärt den Kindern: „Die Zukunft wird von euch gestaltet,
und damit es eine gemeinsame Zukunft wird, ist es gut, so früh wie möglich Kontakt zu haben.“

Werner Janssen, Initiator der Aktion, hatte die Schafe im Rahmen der Euriade in die Region geholt. „Wir werden die Schafe jetzt gemeinsam über die Grenze tragen“, fordert er auf. Zwar kann nicht jedes der Kinder ein eigenes Schaf tragen, aber das macht nichts. Dann wechseln sich die Schüler eben einfach ab. Unter lautem Gelächter geht es los über die Grenzstraße zwischen Herzogenrath und Kerkrade in Richtung Burg Rode.

Der Künstler Rainer Bonk ist stolz auf sein Werk in diesem Ambiente: “ Wir finden das hier ganz fantastisch.“ Seine Partnerin Berta-Maria Reetz erklärt: „Eine Aktion mit unseren Schafen und Kindern hatten wir noch nie. Dieses grenzüberschreitende Projekt ist etwas ganz besonderes.

Vor einer Woche standen einige der Schafe noch in Österreich.“ Bis zu 150 Figuren reisen zurzeit rund um die Welt. Bis zum 3. Oktober stehen die Schafe nun auf Burg Rode. „Danach sind sie in Italien“, sagt Berta-Maria Reetz.

Zum Abschluss wird die Aktion mit einem Chor aus 200 Schülern beider Schulen musikalisch untermalt. Als Dankeschön erhalten die Bürgermeister jeweils ein Schaf, das das Motto der Wanderausstellung im Ohr trägt: „Wir sind alle gleich, aber jeder ist wichtig!“ Dann kommen zu den blauen Schafen auf der Wiese noch blaue Ballons:
Jedes Kind lässt einen Ballon mit einem Friedenswunsch in den Himmel aufsteigen.

<Text copyright by: Elena Stiebler, Aachener Zeitung, 24.09.2011; photos by: Heinz Capell, Lehrer am Gymnasium>