Gymnasium Herzogenrath

KULTUR | SGH ist „Kulturschule“ (06-10-2016)

Starke Jugend dank der Kulturarbeit

Landesschulministerin Sylvia Löhrmann zeichnet im Aachener Krönungssaal unser Gymnasium als eine von fünf Schulen als Kulturschulen aus.

Jetzt ist zunächst einmal unser Hausmeister gefordert. Er hat die durchaus angenehme Aufgabe, an unserer Schule Schilder und Kultur-Boards anzuschrauben, die auch nach außen hin dokumentieren, was am Dienstagabend (04.10.2016) im Krönungssaal des Aachener Rathauses offiziell vollzogen wurde.


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StädteRegion Aachen:

Fünf Bildungseinrichtungen dürfen jetzt den Titel „Kulturschule“ tragen. Dafür verbürgt sich die Ministerin für Schule und Weiterbildung, Sylvia Löhrmann, höchstpersönlich.
Es handelt sich um die Grundschule Schönforst, die Gesamtschule Brand sowie die Luise-Hensel-Realschule, um das Gymnasium Herzogenrath und das Berufskolleg Alsdorf. Was viel wichtiger ist als jedes Schild: Diese Einrichtungen haben die Idee eines kulturellen Schwerpunktes, einer Verselbstständigung im schulischen Alltag mit nachhaltiger Wirkung mit Leben gefüllt. Damit haben sie zugleich das Ziel erreicht, das sie sich 2013 beim Start des Modells gesetzt haben: kulturelle Bildung und Teilhabe von Anfang an und für jedes Kind.

Feste Einrichtung

Was vor drei Jahren in gewisser Weise als Versuch gestartet wurde, hat sich im Verlauf zu einem Erfolgsmodell entwickelt.

Gymnasium Herzogenrath: Im Rahmen der „KulturPur-Abende“ präsentierte die Schülerschaft einem öffentlichen Publikum Kostproben der vielfältigen Kulturarbeit, zugleich ihre Talente und Ausdrucksformen.
 
kulturschule_2016_02Eines ist den fünf neuen „Kulturschulen“ gemeinsam: Sie leisten Kulturarbeit nicht im Verborgenen, sie gehen nach draußen. Das ist elementarer Bestandteil des didaktischen Ansatzes – was in verschiedenen Redebeiträgen und Talkrunden im Rathaus betont wurde. „Es geht darum, Kinder an die kulturelle Welt heranzuführen und ihr kreatives Potenzial zu wecken“, erklärte Ministerin Löhrmann. Kulturelle Bildungsarbeit stärke das Selbstwertgefühl. Zwischen den Wortbeiträgen bewiesen dies Filme ebenso wie Aufführungen aus den Sparten Schauspiel, Tanz, Musik und Akrobatik.

Alfons Döhler hat als Schulentwicklungsbegleiter den Prozess aktiv unterstützt: „Es kam darauf an, kulturelle Bildung als integralen Bestandteil des Unterrichts zu sichern.“ Genau dieser Anspruch ist im Rahmen des „Aachener Modells für kulturelle Schulentwicklung“ Wirklichkeit geworden. Fachlich getragen wurde das Projekt vom Bildungsbüro der Städteregion und der Stelle „Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW“, deren Repräsentantinnen Gabriele Roentgen und Gisela Wibbing nicht nur Teile des Abends moderierten, sondern auch Vertreter zu ihren Erfahrungen fragten.
 
kulturschule_2016_3Aissata Djigandé (Schülerin Gymnasium Herzogenrath): „Wir bekommen nicht nur Wissen vermittelt, sondern können uns auch kreativ ausleben. Es ist gut, Schule auch mal ohne Noten und Leistungsbemessung zu erleben.“

Alle waren sich am Ende des Abends einig: Kultur macht die jungen Menschen stark, Applaus tut ihnen gut – und sie sind weniger anfällig für geistige Rattenfänger.
 
[text by: H.-P. Leisten, Aachener Nachrichten vom 06.10.2016 (gekürzt);  photos by: A. Steindl, Aachener Zeitungsverlag]