Gymnasium Herzogenrath

Malabon-Lauf 2002 (November 2002)

Jeder Schritt wurde zum Obulus für die Armen von Manila

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21400 Euro beim Benefiz-Lauf für Malabon erzielt – 531 Schüler, Lehrer und Eltern am Start rund um´s Schulzentrum

Herzogenrath. Es war ein wolkenverhangener, trüber Novembertag als 531 Schüler, Lehrer und einige Eltern sich auf den Weg durchs Gelände des Schulzentrums rund um den Teich am früheren Freibad und wieder zurück zur Ziellinie auf dem Sportplatz machten, um so viele Kilometer wie möglich in einer Stunde für das Partnerschaftsprojekt Malabon zu laufen.

malabon_2002_1Und los geht’s! Mit Feuereifer waren besonders die Schüler bei der Sache – und setzten schließlich auch die Sponsoren in Erstaunen. Denn von denen musste mancher mehr zahlen, als er gedacht hätte.

Der Lauf fand im Rahmen der Jubiläumsausstellung auf Burg Rode statt und hatte ein wahrlich stolzes Ergebnis: 21400 Euro kamen zusammen!
Nachdem Mitorganisator Herbert Schmerz den Startschuss gegeben hatte, quälten sich die Teilnehmer, unter ihnen auch eine auf den Rollstuhl angewiesene Schülerin aus einer fünften Klasse, insgesamt 4200 Kilometer in einer Stunde auf dem Rundkurs, um ihr Part-nerschaftsprojekt in den Slums von Manila zu unterstützen.
Jeder Schritt hier wurde zu einem Obolus für die jungen und kranken Menschen dort. Denn die Schüler hatten sich Sponsoren gesucht, die für jeden gelaufenen Kilometer zahlen mussten.

malabon_2002_2Schaffte vier Kilometer: Auch Elisa Siepmann, Schülerin der Jahrgangsstufe 5, ließ es sich nicht nehmen, für die Menschen in den Slums Spenden zu sammeln.

Zwischen wenigen Cent und fünf Euro lag die Gönnergunst, 2730 Euro insgesamt pro Kilometer. Bis zu 15 Sponsoren konnten Einzelne für den guten Zweck gewinnen. Das Engagement aller war riesig“, bestätigten die Organisatoren des Laufes, Herbert Schmerz und Dieter Wefers, unterstützt von ihrer Kollegin Sophie Sequeira, alle drei Mitglieder der Projektgruppe Malabon und Dritte Weit“.
Nach 30 Minuten hatte noch niemand aufgegeben, auch wenn die Hemden trotz des kühlen Wetters vom Schwitzen durchnässt, Beine und Laufhosen vom schmutzigen Weg verdreckt waren. Hauptsache vorwärts, noch einmal durch die Kontrollstation, bei der jede Runde abgezeichnet wurde.

malabon_2002_3Zwei Lehrer, Heinz Capell und Udo Küppers, trieben sich gegenseitig zu beachtlichen zwölf Kilometern an.

Capell (r.) und Küppers (l.) nehmen eine neue Runde in Angriff

Albert Wirtz, erst wenige Wochen an der Schule: Das macht riesigen Spaß, mit so viel begeisterten Schülern mitzulaufen.“
Noch fünf Minuten vor Ablauf der Stunde machten sich einige Schüler auf eine letzte Runde; Christian Oster aus der Jahrgangsstufe 13 stellte mit 16 Kilometern einen neuen Rekord auf. Damit lief er eine Runde (zwei Kilometer) mehr als beim letzten Lauf.

malabon_2002_4Christian Oster

Selbst die jüngsten Schüler liefen zwischen acht und zehn Kilometer. Eine erste Hochrechnung ließ schon ein phantastisches Ergebnis ver-muten. Aber erst mussten die in Aussicht gestellten Cent und Euros eingesammelt werden. Und da staunten die Sponsoren nicht schlecht, hatte doch so mancher die Lauffreudigkeit und Kondition der Schüler gewaltig unterschätzt. Eine tolle Leistung aller Teilnehmer“, werteten die Organisatoren das Gesamt-resultat von 21400 Euro. Das Geld wird auf das Malabon-Konto überwiesen. „Damit sind die medizinische Versorgung der Menschen in Malabon und das Schulprojekt weiterhin gesichert. Denn das Komitee ,Ärzte für die Dritte Welt‘ in Frankfurt hat leider aus finanziellen Gründen die Unterstützung der Projekt-gruppe durch Medikamente beenden müssen.

malabon_2002_5Auch die Jüngsten schafften eine beachtliche Strecke

Jetzt wird vor Ort ein Budget aufgestellt, damit die medizinische Versorgung im Basisgesundheitshaus weitergehen kann. Dazu brauchen wir jeden Euro, müssen wir doch für das Schulprojekt alleine im Jahr 25 000 Euro aufbringen“, so Herbert Schmerz, der Vorsitzende der Projektgruppe.