Gymnasium Herzogenrath

Menschenbilder in Stein gehauen (10.05.2006)

Gymnasiasten nehmen an Landesprogramm „Kultur und Schule“ teil

 

schülergruppe

 
HERZOGENRATH. Die Landesregierung hat erstmals in diesem Jahr das Programm „Kultur und Schule“ aufgelegt, für das 1, 5 Millionen Euro bereitgestellt wurden. Kommunen und andere Schulträger konnten sich mit Projekten bewerben, die Künstlerinnen und Künstler in Schulen mit den Schülern erarbeiten. Aus circa 1600 Anträgen waren 707 Bewerber ausgewählt worden. Auch das Gymnasium Herzogenrath erhielt den Zuschlag für Bildhauerarbeiten mit der Herzogenrather Künstlerin Stefanie Weskott. „Menschenbilder in Stein gehauen“ – unter diesem Titel startet eine Arbeitsgruppe aus elf Schülern nach den Sommerferien.
 
Dass die wohl älteste bildende Kunst der Kulturgeschichte sich in der Praxis gar nicht so leicht gestaltet, diese Erfahrung machten die elf Schüler recht bald. Annika Uiselt etwa brach allein dreimal die Nase von ihrem Steinkopf ab. „Ich habe dann jedes Mal ein neues Gesicht erarbeitet“, erzählt sie. Was macht der Schlag, wie reagiert das Gestein: Zuerst lernten die jungen Bildhauer, mit Hammer und Meißel richtig umzugehen. Handschuhe und Schutzbrille gehörten dabei zur Sicherheitsgrundausstattung. Die Steine für die Arbeiten sponserten die Nivelsteiner Sandwerke.
 
Gegenseitig haben die Teilnehmer sich in den Skulpturen verewigt. Das Ergebnis weist nicht immer Ähnlichkeit mit dem Model auf, doch die Köpfe sind jedes für sich ein Kunstwerk geworden. Dafür haben die Schüler aus der siebten, zehnten und dreizehnten Klasse sich auch mächtig ins Zeug gelegt. Zehn Wochen lang arbeiteten sie jeweils an einem Tag zweieinhalb Stunden mit Stefanie Weskott im Freien hinter dem Kunstsaal. Natürlich nach Unterrichtsschluss.
 
Sie hatte sich gemeinsam mit Kunstlehrerin Caren Wehmeier innerhalb des Landesprogramms beworben. Letztere ist froh, dass eine Expertin für das Arbeiten mit den Schülern gewonnen werden konnte. „Es ist etwas anderes, ob mit einer Künstlerin gearbeitet wird oder mit Lehrern. So etwas können wir sonst nicht anbieten“, meint Caren Wehmeier.
 
Die Gymnasiasten jedenfalls haben bei dem Projekt viel gelernt.Ihre Exponate werden jetzt an unterschiedlichen Stellen in der Schule noch bis zum Ende des Schuliahres ausgestellt.