Gymnasium Herzogenrath

MINT | Naturkunde-AG baut Fledermausdetektoren (14.03.2010)

Bau von Fledermausdetektoren in der Naturkunde-AG mit Unterstützung der Funk-AG

Herr Metzen erklärt die Details

Ohne Teamarbeit geht auch hier nichts.

Herr Metzen mit den Schülern der Naturkunde-AG beim "technischen
Funktionscheck".

Die Naturkunde-AG des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath ist eine Veranstaltung für Fünftklässler/innen im Rahmen der Übermittags-betreuung der Schule.


Unter der Leitung von Herrn Kleine-Finke sollen die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse über die einheimische Flora und Fauna, aber auch über weitergehende biologische Aspekte aufbauen. Es wird das Ziel verfolgt, der zunehmenden Entfremdung gegenüber der (heimischen) Natur entgegenzuwirken. Die Schülerinnen und Schüler haben sich entsprechend ihrer Interessen selbst für Themen entschieden, mit denen sie sich näher beschäftigen wollen, z.B. Naturfotografie, einheimische Blütenpflanzen oder bestimmte Tiere, wie Spinnen, Vögel, Amphibien oder Fledermäuse.


Zum Thema Fledermäuse bot sich bald eine einmalige Möglichkeit an: Herr Metzen – Vater einer Schülerin und eines Schülers unserer Schule, Leiter der Funk-AG und Vorsitzender der hiesigen Funkamateure im Deutschen Amateur-Radio-Club e.V. (DARC) –
bot an, dass die 16 Teilnehmer/innen der Naturkunde-AG unter seiner Anleitung selbst
Fledermausdetektoren bauen könnten. Die Kinder waren sofort begeistert dabei. Herr Metzen besorgte sämtliche Materialien (Lötkolben, Leiterplatten, Widerstände, Kondensatoren, etc.). Die Kosten wurden dankenswerterweise vom Förderverein der Schule übernommen. So traf man sich an mehreren Montagnachmittagen und nach einem Einführungskurs zum Thema „Richtiger & sicherer Umgang mit dem Lötkolben“ legten die Schüler/innen begeistert los. Herr Metzen wurde dabei tatkräftig und sehr geduldig von seinem DARC-Vereinskollegen Herrn Rüland unterstützt.


Schon bald waren die ersten Fledermausdetektoren fertig und wurden erfolgreich einem technischen Funktionscheck unterzogen. In der warmen Jahreszeit sollen die Geräte dann „live“ im Rahmen einer nächtlichen Fledermaus-Exkursion unter Leitung eines Experten ausprobiert werden. Die Detektoren wandeln die für uns nicht wahrnehmbaren Ultraschallrufe verschiedener einheimischer Fledermausarten in ein Signal mit für uns hörbarer Frequenz um. Auf diesem Weg soll auch versucht werden, verschiedene Fledermausarten über ihre Lautäußerungen zu bestimmen. Eine Exkursion, die die Kinder und Projektbetreuer mit Spannung erwarten.
Den Herren Metzen und Rüland vom Deutschen Amateur-Radio-Club sei an dieser Stelle noch einmal herzlich für dieses tolle Projekt
gedankt.

Andreas Kleine-Finke