Gymnasium Herzogenrath

„Our Symphony Orchestra“ in Irland (12.11.2005)

Das Our Symphony Orchestra – kurz OSO – am Städtischen Gymnasium Herzogenrath ist in den Herbstferien nach Irland gefahren. Am 12. November fand um 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums ein Erinnerungskonzert an diese Fahrt statt.

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Herzogenrath. Dreißig Stunden hat die Fahrt gedauert, davon 13 Stunden auf Fähren, und so manch einem ist die Fährfahrt von Schottland nach Nordirland nicht sehr gut bekommen – bei Windstärke 10…

Als allerdings vier Wochen vor den Ferien der Konflikt zwischen den Protestanten und Katholiken in Belfast erneut aufgeflammt ist, schwirrten Fragen wie: „Kann die Orchesterfahrt überhaupt stattfinden? Oder: Wie steht meine Gastfamilie zu dem Verhältnis zwischen den beiden Religionen?“ in den Köpfen mancher Eltern und Orchestermitglieder des OSO umher.

Doch die Angst konnte genommen werden, da das Orchester in einen Teil von Belfast gefahren ist, indem keine Konflikte herrschen.

Die Belfast Royal Academy besuchen protestantische und katholische Kinder, die sogar einen gemeinsamen Religionsunterricht haben. Wie im vergangen Jahr, wurden die Gäste in Gastfamilien untergebracht.

Als man nach kurzer Zeit die Sprachhürde überwunden hatte, ging es mit der Verständigung leichter. Zudem war die Gastfreundschaft ausgezeichnet.

Die Ausflüge wurden von Gästen und Gastgebern größtenteils gemeinsam unternommen. An einem Tag ging es zum Giant’s Causeway, (das sind Steine, die durch Verhärtung von Lava entstanden sind und aussehen wie Prismen), zur City Hall ( das Rathaus, welches im Jahre 1900 eröffnet wurde) und zum Karting (Go-Kart fahren).

Natürlich konnten die deutschen Schüler gemeinsam mit ihren irischen Partnern den Unterricht besuchen, der, da er in einer anderen Sprache abgehalten wurde, interessanter war. Die Abende wurden wieder durch die Gastfamilien gestaltet.

Manche haben sich mit anderen getroffen, sind in einen irischen Pub gegangen oder in den Freizeitpark „Thunderland“. Natürlich gab es auch die Variante zu Hause zu bleiben, um einen gemütlichen Abend mit seiner Gastfamilie zu verbringen.

Am Montag wurde es dann Ernst. Nach der Führung durch die Belfast City Hall fuhren wir zur Belfast High School, wo wir zunächst zum Mittagessen eingeladen waren. Danach folgten Einspielproben für das direkt anschließende Nachmittagskonzert.

Mit den Worten „Good evening, ladies and gentlemen…“ eröffnete Louis Campbell,der stellvertretende Schulleiter der gastgebenden Belfast Royal Academy das Konzert am Dienstagabend. Hier ein großes Dankeschön an Roland Jamison, dem Organisator unseres Besuchs vor Ort in Belfast. Es war nicht nur der letzte Abend, sondern auch der Höhepunkt der ganzen Reise.

Das Publikum wurde direkt mit einem schnellen Stück, „Two pieces for young Orchestra“, in den Bann der Musik gezogen. Ein „Stimmungslockerer“ war das Stück „The Railway Bar“. Es ist ein irisches Stück, das viele Zuhörer kannten und mitsingen konnten. „Lord of the Rings“ weckte Erinnerungen bei den einzelnen Orchestermitgliedern an die Fahrt durch Schottland. Weites Land auf dem Schafe weiden und wenige Häuser stehen. So in etwa ist die Vorstellung des „Hobbitlandes“, indem Frodo zu Hause ist.

Als die ersten Klänge der Harfe, gespielt von Johanna Langner, erklangen, ließ wohl jeder seinen Gedanken freien Lauf. Dem einen lief ein Schauer über den Rücken und dem anderen standen die Tränen in den Augen.

Die letzten drei Stücke, „The Bare Necessities“, „The Flintstones“ und „Pomp and Circumstance“ wurden von den beiden Orchestern zusammen gespielt. Somit wuchsen aus zwei Orchestern, die aus vollkommen unterschiedlichen Ländern kommen und verschiedene Sprachen sprechen, ein großes Orchester mit einer Besetzung von ca. 140 Musikern.

Bemerkenswert ist, dass das OSO im nächsten 25 Jahre besteht und mit einer kleinen Besetzung angefangen hat. Doch über die Jahre hinweg ist es immer größer und bekannter geworden.

Die Fahrt nach Belfast hat viele neue junge Musiker angeworben und motiviert ein Instrument zu erlernen. Auf der Rückfahrt von Nordirland wurde wohl jeder ein wenig sentimental, da die Zeit einfach zu kurz war.

Für diejenigen, die nicht mit nach Nordirland fahren konnten, gab es am Samstag, den 12. November, um 19:30 Uhr in der Aula des Städtischen Gymnasiums ein „Irland-Nachkonzert“. Dabei hat das Orchester nicht nur sein Programm aus Irland dargeboten, sondern auch die Ergebnisse des Fiddle- und Bläserworkshops. Der Erlös dieses Konzertes floss in die Orchesterkasse.

Ein großes Dankeschön ging an Frau und Herrn Jansen, die diese Fahrt organisiert und somit dem Orchester eine weitere schöne Erfahrung bereitet haben. Sogar das Timing war perfekt…
 

Erfahrungsbericht von: Anne Spira, Jahrgang 11

 

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