Gymnasium Herzogenrath

Schüleraustausch mit Revin / Frankreich (März-Mai 2002)

„Au revoir“ Herzogenrath, „Salut“ Revin

revin_2002_pont_de_fumay_2Bereits seit 27 Jahren besteht zwischen dem ´Städtischen Gymnasium Herzogenrath` und dem ´Lycée Jean Moulin` in Revin eine Schulpartnerschaft. Alljährlich findet ein Schüleraustausch statt, um die deutsch-französische Freundschaft aufrecht zu erhalten und weiterhin auszubauen. Entscheidendes Ziel ist es, die zuvor im Unterricht erlangten Sprachkenntnisse unter realen Bedingungen zu ´testen`. Voller Vorfreude konnten es auch im März 2002 die 16 deutschen Teilnehmer der Jahrgangsstufe 11 kaum erwarten, ihre französischen Freunde für eine Woche in Empfang nehmen zu dürfen. Ein abwechslungsreiches Programm stand ihnen sowohl auf schulischer als auch auf privater Ebene bevor. Das Wochenende diente erst einmal dem Kennenlernen innerhalb der Gastfamilien. Die Eingewöhnung fiel nicht schwer. Die vielen freien Wochenendstunden blieben für gemeinschaftliche Freizeitaktivitäten offen, wie z.B. Eis essen oder Schlittschuhlaufen. Man wollte den Gästen schließlich etwas bieten! So entwickelte sich schnell ein Gruppengefühl unter den Schülern und der Umgang mit der Fremdsprache fiel überhaupt nicht schwer! Mit gesammelten Kräften konnte nun die aktionsreiche Woche beginnen, in der jeder Tag vollkommen ausgebucht war: Besuch im Herzogenrather Rathaus, Einkaufs-Bummel in Aachen, Besuch des Freizeitbades in Gulpen, die Exkursion nach Köln war der Höhepunkt der Woche. Natürlich sollte auch der Besuch des Unterrichts nicht vernachlässigt werden. Mit vielen weinenden Augen mussten die Franzosen schließlich nach ihrem siebentägigen Aufenthalt die Heimreise antreten.

revin_2002_gruppe_1Die deutsch-französische Gruppe am Schulzentrum in Herzogenrath

Doch das Wiedersehen sollte nicht lange auf sich warten lassen! Bereits zehn Wochen später packten die deutschen Schüler ihre Koffer, um auf dem schnellsten Wege in die französischen Ardennen zu fahren. Nach nur dreistündiger Busfahrt, überwältigt vom Scharm der massiven Berglandschaft, hieß es „Bonjour Revin“. Die Wiedersehensfreude war groß und die Austauschpartner konnten sich nun endlich wieder in die Arme schließen. Jetzt hatten auch die Deutschen die Möglichkeit, den anderen Lebensstil mit „café au lait und baguette“ kennen zu lernen. Nach einem herzlichen Empfang wurde auch hier das Wochenende in den Familien verbracht. Diese wohnten verstreut in dem kleinen Städtchen Revin oder in den umliegenden Dörfern rund um die malerische Maasschleife. In voller Frische startete die neue Woche, in der zuerst einmal der französische Unterricht besucht wurde. Unter anderem stand auch das Fach Deutsch auf dem Stundenplan. Hier konnten die deutschen Schüler ihren Austauschpartnern zur Seite stehen, aber auch deren Lehrer Monsieur Schnell hatte für Verbesserungsvorschläge ein offenes Ohr!

revin_2002_picknick

 

Nach dem Mittagessen, das teils zu Hause, teils in der schuleigenen Kantine eingenommen wurde, hieß der Direktor des „Lycée Jean Moulin de Revin“ alle Gäste recht herzlich willkommen. Am Dienstag fand ein Ausflug in die Hauptstadt der Ardennen, Charleville-Mezières, statt. Im Anschluss an einen Museumsbesuch fand sich noch genügend Zeit, um die Einkaufsstraße mit ihren zahlreichen Boutiquen und Cafés ´unsicher zu machen`. Das Picknick wurde an diesem Tag sehr stilvoll am Ufer der Maas im Bauch eines alten Lastkahns verspeist.

Picknick in Charleville-Mezières

 

 

 

 
 
 
 
revin_2002_gruppe_2Die deutsche Gruppe in Charleville-Mezières

Schon bald stand das Highlight des Austausches vor der Tür. Mit einem Wort: Paris! Doch um die Stadt der Liebe in voller Blüte erleben zu können, musste man schon um 5 Uhr morgens aufstehen, damit nach der dreistündigen Busfahrt noch reichlich Zeit übrig blieb, um all das in Paris zu besichtigen, was sich die Schüler zuvor vorgenommen hatten.

Angekommen in der Millionenmetropole Paris ging es in Gruppen per Metro weiter durch den Großstadtdschungel.

 

 
 
 

revin_2002_sacrecoeurMit funkelnden Augen erblickten viele zum ersten Mal Sehenswürdigkeiten, die sich unter dem strahlenden Sonnenschein von ihrer Schokoladenseite präsentierten: Eiffelturm, Louvre, Champs-Elysees, Arc de Triumph, Centre Pompidou usw. Dieser viel zu kurze Tag wird als ein unvergessliches Erlebnis fest in den Köpfen der Schüler verankert bleiben.

Sacré-Coeur in Paris

Pünktlich um halb sechs saß das deutsch-französische Touristengrüppchen erschöpft, aber um einige Euro erleichtert im Reisebus. Man musste sofort aufbrechen, da die Pariser Autobahnen zur „heure de pointe“ wahrhaftig der Alptraum eines jeden Busfahrers sind.

Süße Träume dagegen versprach die Nacht all den Schülern, die ihre Begeisterung für die französische Hauptstadt im Schlaf erneut entdecken konnten. Außerdem musste reichlich Energie für den folgenden Tag gesammelt werden.

 

revin_2002_eiffelturmEiffelturm

Freitags ging es nämlich zum „Lac des Vieilles Forges“, einem Badesee zwischen Revin und Charleville-Mezieres. Alle hatten die Möglichkeit, eine Mountainbiketour durch das hügelige Gelände rund um den See zu machen. Vom Pech verfolgt war allerdings eine französische Schülerin, die auf halber Strecke aufgrund eines Reifenschadens liegen blieb. Doch hier zeigte sich der Teamgeist der Truppe: nicht zuletzt dank des starken männlichen Geschlechts wurde die Situation mit Leichtigkeit bewältigt und so erreichte man den Badestrand schließlich wieder vollzählig. Die Sonnenstrahlen hinterließen deutliche Spuren auf den Gesichtern: Sonnenbrand auf der ganzen Linie! Trotzdem klang der letzte gemeinsame Abend mit einer von den Schülern organisierten Abschiedsparty in guter Stimmung aus.

 

 

 
 
 

revin_2002_vieilles_forges

 

Diana Zoschke (l.) und Elisa Schröter (r.) am ´Lac des Vieilles Forges`

Am Samstagnachmittag fuhren die deutschen Schüler nach einem anstrengenden, jedoch wunderschönen Aufenthalt in Revin wieder in Richtung Herzogenrath. Es blieb nur noch das mit einigen Tränen verbundene “ Au revoir „,welches jedoch kein „Lebe wohl“ war!

Rückfahrt in Revin

 

 

 

 

 

 

[ text by: Jenny Offermanns (Teilnehmerin am Revinaustausch 2002)]