Gymnasium Herzogenrath

SCHULE | Maskengebot am SGH (Stand: 31-08-2020)

Statement zum Tragen der Masken am SGH

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Ministerium hat verlauten lassen, dass die Maskenpflicht im Unterricht ab dem 01.09.2020 ausgesetzt wird. Dies haben wir aus der Presse erfahren, eine Schulmail liegt uns immer noch nicht vor.

Das Aussetzen der Maskenpflicht ist für uns nicht nachvollziehbar, so lange keine Alternative vorliegt, die die Gesundheit unserer Schüler*innen und Kolleg*innen schützt. Damit verbunden ist auch die wichtige Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts, die nur zu sichern ist, wenn ausreichend viele Lehrer*innen weiterhin unterrichten können und die Schüler*innen nicht immer wieder in Quarantäne sein müssen. Daher hat die Schulleitung mit breiter Unterstützung aller schulischen Gremien entschieden, dass die Masken an unserer Schule bis auf Weiteres auch im Unterricht getragen werden. Die bisherigen Hygiene- und Verhaltensregeln bleiben daher bestehen.

Diese Entscheidung möchten wir kurz genauer begründen:

  • In unseren Klassen- und Kursräumen ist es bei einer durchschnittlichen Klassen-/Kursgröße von 25-28 SuS nicht möglich, den Abstand von 1,5m einzuhalten.
  • Durchgängiges Lüften ist nur in Abhängigkeit von der Witterung möglich. An kalten und nassen Tagen ist nur ein Stoßlüften möglich.
  • Eine Durchmischung der Klassen innerhalb einer Jahrgangsstufe lässt sich trotz aller Bemühungen in großen Kursen nicht vermeiden (z.B. WPI und WPII, Religion/PP, Förder-/Forderkurse). Die möglichen Kontaktpersonen verteilen sich demnach über alle Klassen einer Jahrgangsstufe. In der Oberstufe mischen sich alle Schüler*innen einer Jahrgangsstufe, weshalb eine Eingrenzung auf nur wenige Kontaktpersonen beinahe unmöglich ist.
  • Es gibt sowohl Lehrer*innen als auch Schüler*innen, die der Risikogruppe angehören, die ohne den Schutz der Masken nicht mehr am Präsenzunterricht teilnehmen könnten bzw. die einem vielfach größeren Risiko ausgesetzt wären. Wenn diese Lehrer*innen nicht mehr im Präsenzunterricht in der Schule unterrichten könnten, würde sich der Anteil der Lehrer*innen im Distanzlernen stark erhöhen. Die Stunden könnten je nach Umfang nicht mehr durch andere Lehrer*innen in der Schule aufgefangen werden.
  • Das Distanzlernen – auch ohne enge und unmittelbare Lehrerbegleitung/-unterstützung – würde wieder überwiegend zu Hause stattfinden müssen.
  • Vorerkrankte Schüler*innen könnten nur noch auf Distanz unterrichtet werden und wären von der Klassengemeinschaft räumlich ausgeschlossen.
  • Auch vorerkrankte Angehörige möchten wir durch das weitere verantwortungsvolle Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung schützen.
  • Durch das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes wird die Anzahl der Personen, die bei einem Verdachtsfall in Quarantäne müssten, minimiert. Laut Aussagen des RKI und des örtlichen Gesundheitsamtes verhindert das Tragen der Masken, dass in der Schule Kontaktpersonen 1. Grades generiert werden. Somit mussten bislang nur sehr vereinzelt Schüler*innen unserer Schule in Quarantäne. Ohne den Schutz der Maske steht zu befürchten, dass ganze Lerngruppen und deren Lehrer*innen in Quarantäne geschickt werden.
  • Diese Quarantänemaßnahmen sind nicht zu vergleichen mit den sog. „Coronaferien“: Während der Quarantäne dürfen die Schüler*innen keinerlei Kontakt außerhalb ihrer Familie haben und dürfen das Haus nicht verlassen. Gleichzeitig müssen sie alle schulischen Aufgaben selbstständig im Distanzlernen bearbeiten. Die Leistungen werden benotet.

Wir haben eine soziale Verantwortung für alle am Schulleben Beteiligten und deren Angehörige. Dieser möchten wir nachkommen. Wir finden es überragend, dass auch die Klassen- und Stufensprecher heute bei der Sitzung des Schülerparlaments die Notwendigkeit des Tragens des Mund-Nasen-Schutzes einstimmig unterstützt haben. Es ist großartig, dass neben den Lehrer*innen und vielen Eltern vor allem die Schüler*innen ein klares Statement für das Tragen der Masken gegeben haben und hoffen darauf, dass alle anderen Schüler*innen, und Sie als Eltern, dies auch solidarisch unterstützen.

Intensive Gespräche in den vergangenen Tagen mit Eltern, Schüler*innen und Kolleg*innen geben uns die Hoffnung, auch diese wieder schwierige Situation gemeinsam gut meistern zu können.

Alles Gute und bleibt/bleiben Sie gesund!

Markus Fabricius und Anja Peters