Gymnasium Herzogenrath

SCHULE | Neuer stellvertr. Schulleiter (27.04.2015)

Herr Fabricius ist unser neuer stellvertretender Schulleiter

Herr Markus Fabricius ist seit Mitte März 2015 der neue stellvertretende Schulleiter an unserer Schule. Die Q1-Schüler Anna-Lena Albert, Luisa Feuser und Nico Franke haben ihm am 15.04.2015 in einem Interview 17 spannende Fragen zu seinem Beruf, seiner Person und seinem Leben gestellt.

 

Herr Fabricius, der neue stellvertretende Schulleiter unserer Schule, stellt sich nach einer kurzen Vorstellung (siehe Videosequenz) in einem Interview den Fragen der Q1-Schüler Anna-Lena Albert, Luisa Feuser und Nico Franke.

 

Interview:

fabricius_interview_01Anna-Lena: Wie kam es dazu, dass Sie die Schule gewechselt haben?

Herr Fabricius: Da müsste ich kurz ein bisschen weiter ausholen: Ausgebildet bin ich für die Fächer Sport und Erdkunde für Sek. I/II und habe dann mein Referendariat am Gymnasium Übach-Palenberg gemacht. Aber zu der Zeit war es schwierig, mit den Fächern eine Stelle am Gymnasium zu bekommen und deshalb habe ich mich entschieden, wegen der Verbeamtung, den Weg über die Realschule zu suchen. Ich bin nach sechs Jahren dort erst zweiter Konrektor und ein Jahr später schon stellvertretender Schulleiter geworden. Ich habe aber immer wieder mit dem Gedanken gespielt, zurück ans Gymnasium zu gehen […]. Ich habe dann Ausschau gehalten, aber da ich in der Zwischenzeit auch Stellvertreter geworden bin, haben mir die Aufgaben – ein Teil in der Basisarbeit, aber auch ein Teil in der Schulverwaltung – sehr großen Spaß gemacht. Irgendwann aber war der Punkt erreicht, sich nochmal umzuschauen und dann habe ich mir ein paar Schulen rausgesucht, die für mich in Frage kämen und als Erstwunsch bin ich auf Herzogenrath gestoßen. Deshalb sitze ich jetzt hier.

fabricius_interview_02Nico: Daran schließt sich auch direkt unsere nächste Frage an – wieso haben Sie sich für unsere Schule entschieden?

Herr Fabricius: Hatte ich ja gerade schon gesagt. Man sucht sich meistens, wenn man sich bewerben möchte auf eine diensthöhere Stelle, nicht nur eine Schule aus, sondern mehrere, aber Herzogenrath war mein Erstwunsch – aus unterschiedlichen Gründen. Erstens habe ich ein paar Freunde hier in der Ecke wohnen, die mir viel Positives berichtet haben – tolle Schüler, nettes Kollegium, gute Schulleitung, alles was so dazu gehört. Dann die idyllische Lage, denn ich bin eigentlich ein Junge vom Land – und das ist noch ein bisschen ländlich hier und liegt im Grünen. Das gefällt mir sehr gut. Die Schule ist sehr breit aufgestellt, also alle Bereiche sind aus meiner Sicht sehr gut abgedeckt. […] Das hat mich sehr interessiert und deshalb habe ich mich für diese Schule entschieden.

Luisa: Worauf legen Sie Wert in Ihrem Beruf?

Herr Fabricius: Ich versuche es mit ein paar Schlagworten zu umschreiben: Also erstens gegenseitigen Respekt finde ich ganz wichtig, guten Umgang miteinander, Ehrlichkeit, Toleranz, Milde und Güte, auch in allen Bereichen, sowohl ich in meiner Funktion als stellvertretender Schulleiter, aber auch wenn ich in der Funktion des Lehrers in der Klasse bin. Mir ist wichtig, dass Schüler was lernen, nicht nur fachlich, dass ich bestimmte Werte vermitteln kann, also meinem Erziehungsauftrag entsprechend nachkomme. Das sind für mich die wichtigsten Dinge des Lehrerberufs und das, was glaube ich für alle zählt, der Umgang mit jungen Menschen und mit Kindern. Das macht viel Spaß, da Einfluss zu nehmen auf die Entwicklung, die auch maßgebend mitzubestimmen. Das finde ich schon sehr interessant, sehr spannend.

fabricius_interview_03Anna-Lena: Welche drei Dinge wollen Sie an unserer Schule verändern?

Herr Fabricius: Ich bin ja erst vier Wochen hier und sicherlich hätte ich oder habe ich zwei, drei Dinge im Kopf, an denen ich mir vorstellen könnte, so zu arbeiten, dass man was verändert. Aber ich glaube, es ist noch viel zu früh zu sagen, was es genau ist. Dafür muss ich das System und das Kollegium erst genauer kennen lernen und viele Prozesse, die hier ablaufen, sind für mich auch neu. Ideen hätte ich, aber im Moment würde ich damit gerne noch warten.

Nico: Was denken Sie wird Ihre größere Herausforderung sein – die Schüler oder die Arbeit?

Herr Fabricius: Ich denke eher die Arbeit. Ich glaube von mir behaupten zu können, dass ich immer relativ schülernah war, in den letzten 15 Jahren, die ich im Schuldienst bin. Ich glaube, das Kennenlernen des neuen Systems, die neuen Herausforderungen, die neue Arbeit, das sind sicherlich die größeren Herausforderungen für mich.

Luisa: In welcher Stufe unterrichten Sie am liebsten?

Herr Fabricius: Da bin ich eigentlich nicht wählerisch, ich bin eigentlich in jeder Stufe gerne. Was ich sehr spannend finde, sind die 5er, wenn sie neu an die Schule kommen, aber auch sehr spannend, wenn man in der Oberstufe ist, weil man dort die Arbeit ein bisschen anders aufziehen kann als in den unteren Klassen.

fabricius_interview_04Anna-Lena: Wie stehen Sie zu Handys in der Schule?

Herr Fabricius: Grundsätzlich bin ich der Meinung, alles, was elektronisch und für den Freizeitgebrauch nutzbar ist, sollte in der Schule nichts zu suchen haben. Das heißt aber nicht, dass ich elektronische Geräte, gemeint ist nicht nur das Handy allein, für den Unterricht einsetzen kann, bin ich dafür absolut offen. Wichtig für mich ist, dass man sich z.B. auf dem Schulhof nicht über whatsapp unterhält, sondern die Tête-à-Tête-Kommunikation einsetzt.

Anna-Lena: Warum haben sie sich dann nicht gemeldet bei unserer Diskussion auf der Lehrerkonferenz?

Herr Fabricius: Da war ich noch ganz neu hier, da habe ich erstmal Zurückhaltung geübt.

Nico: Was war Ihr schönstes bzw. schlimmstes Erlebnis an der Realschule?

Herr Fabricius: Das schlimmste Erlebnis – da fange ich mit an, war die Beerdigung eines Schülers. Das schönste Erlebnis war eine Skiklassenfahrt mit meiner ersten Klasse. Die ganze Woche war rundum phantastisch schön, angefangen vom Wetter bis hin zu tollen Gesprächen, tolle Erfolge, auch bei Schülerinnen und Schülern, die vermeintlich nicht so sportlich schienen vorher, das war wirklich ganz toll. Vielleicht ergänzend dazu noch – nein reicht. (Alle lachen.)

fabricius_interview_05Luisa: Werden Sie sich nächstes Jahr zu Karneval verkleiden?

Herr Fabricius: Wenn das hier so Brauch ist, mache ich das gerne mit, weil ich eigentlich ein Karnevalsjeck bin.

Anna-Lena: Sind Sie früher gerne zur Schule gegangen?

Herr Fabricius: Ja, sehr gerne – immer.

Anna-Lena: Ungelogen?

Herr Fabricius: Es gab Zeiten, vor allem die Klausurphasen, die fand ich sehr ätzend, weil ich sehr viel lernen musste. Ich war immer jemand, der viel arbeiten musste dafür. Während mein heute noch sehr guter Freund Bio-Leistung einmal gelesen, alles verstanden, und ich musste immer drei-, vier-, fünfmal lesen und mir alles rausschreiben. Aber sonst bin ich immer sehr gerne zur Schule gegangen.

Nico: Wo kommen Sie ursprünglich her?

Herr Fabricius: Also ursprünglich komme ich aus der Gemeinde Inden bei Eschweiler, aus einem kleinen Dorf, Frenz heißt das – genau gegenüber vom Kraftwerk Weisweiler. Da bin ich aufgewachsen. Zur Schule gegangen bin ich in Jülich-Barmen, wo auch meine Chefin oder unsere Schulleiterin Lehrerin war. Meine Lehrerin – das war ganz witzig.

fabricius_interview_06Luisa: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Herr Fabricius: Alles was mit Sport und Reisen zu tun hat, also eigentlich viel Sport. Viel Zeit mit der Familie verbringen, wenn es irgendwie geht, mit Freunden treffen, draußen sein in der Natur.

Anna-Lena: Sind Sie in sozialen Netzwerken unterwegs?

Herr Fabricius: Da gibt es ja unterschiedliche. Ich habe whatsapp, das finde ich auch sehr hilfreich, aber in facebook bin ich nicht und sonstige auch nicht.

Nico: Und als Abschlussfrage – sind Sie Fußballfan?

Herr Fabricius: Ja klar.

Nico: Und von welchem Verein?

Herr Fabricius: Ich bin für die Borussia aus Gladbach – schon von klein an. (Herr Fabricius verweist auf seine Borussia Mönchengladbach – Tasse, die vor ihm steht.) Die habe ich von meinen Alte Herren – Jungs geschenkt bekommen, und ich spiele selber jetzt auch noch Fußball. Zu meinen Freizeitaktivitäten habe ich ja allgemein gesagt Sport, also Fußball spielen, im Winter Ski fahren, viel Schwimmen, bisschen Fitnesstraining, was man halt so macht, Laufen gehen. Ach so und eines habe ich vergessen – ich spiele Trompete. Musik mache ich auch gerne. … Habt ihr noch weitere Fragen?

fabricius_interview_07Anna-Lena: Wie war denn Frau Jansen so als Lehrerin?

Herr Fabricius: Sehr gut. Ich habe sie sehr gerne im Musikunterricht gehabt. Davor hatte ich einen anderen Kollegen, der war auch – in meiner damaligen Sprache gesagt – sehr in Ordnung, aber Frau Jansen, da hat mir Musik mehr Spaß gemacht. Sie hat die Begeisterung von mir für das Fach zusätzlich geweckt. Ich spielte damals schon Trompete und war auch im Orchester. Aber auch wenn man im Unterricht Theorie macht, fand ich, hat sie das sehr gut gemacht und sehr interessant.