Gymnasium Herzogenrath

Medienscouts

Neue Ansprechpartner im Schuljahr 2017/2018

Während der Projekttage im Juli 2017 bildete Frau Matz-Bunge zehn neue Medienscouts aus.

Die folgenden Schülerinnen und Schüler sind jederzeit bereit, Fragen rund um das Thema Internet zu beantworten:

  • Jonah, 9c
  • Isabel, 9c
  • Lara, 9c
  • Louisa, 9d
  • Melisa, 9d
  • Maike, 9d
  • Sarah, 9d
  • Lena, 9e
  • Nilay, 9e
  • Greta, 9e


Was haben wir in den drei Projekttagen gemacht?
Wir haben uns über verschiedene Themen rund um das Internet gründlich informiert, Poster und Plakate für unsere Schule gestaltet und uns auf einen Besuch in den Klassen 5 und 6 vorbereitet. Wichtige Themen, über die wir informieren, sind Datenschutz, Social Communities, Cyber-Mobbing, Sexting sowie Computersucht.

Was und wen wollen wir erreichen?
Unser Ziel ist es, Ansprechpartner für jüngerer Schülerinnen und Schüler zu sein und sie über das Internet und Probleme, die mit diesem zusammenhängen können, aufzuklären.

Wie kann man uns erreichen?
Ihr könnt hier auf der Homepage oder in der Schule auf Plakaten Bilder von uns finden, unsere Namen und Klassen sowie unsere e-mail Adresse.
Es besteht auch das Angebot für Lehrerinnen und Lehrer, die Medienscouts zu den oben genannten Themen in ihre Klassen einzuladen. Schülerinnen und Schüler können sich bei Fragen jederzeit uns wenden — im persönlichen Gespräch oder per Mail.
Sprecht uns an oder schreibt uns unter: medienscouts@gymnasium.herzogenrath.de

Hier kann man auch Beratungstermine vereinbaren.

Was sollte man noch über uns wissen?
Medienscouts sind Experten für digitale Medien. Sie sollen ihre eigene Medienkompetenz weitergeben und an ihrer Schule eine sichere, kreative, verantwortungsvolle und selbstbestimmte Mediennutzung aufbauen. Dafür sind die Medienscouts und Beratungslehrer ausgebildet worden.
Die Medienscouts entwickeln Informations- und Beratungsangebote für Mitschülerinnen und Mitschüler, um so ihr Wissen weitergeben zu kônnen. So haben sie beispielsweise bereits verschiedene Klassen der Jahrgangsstufe 5 besucht und Aspekte rund um das Thema „Passwörter“ erläutert sowie Fragen dazu beantwortet.

[text by: U. Matz-Bunge, Beauftragte des SGH für Medienscouts]
 
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Am Gymnasium Herzogenrath klären Medienscouts über die Gefahren im Internet auf

cybermobbing_2016_01Cybermobbing hat viele Gesichter. Die Täter nutzen auch Internet- und Mobiltelefondienste zum Bloßstellen und Schikanieren ihre Opfer. Cybermobbing ist kein Kavaliersdelikt und seit Anfang diesen Jahres laut des Paragraphen 107c StGB strafbar. Opfer von Cybermobbing werden absichtlich beleidigt, gehänselt, bedroht oder lächerlich gemacht, indem beispielsweise intime oder peinliche Fotos oder Videoclips in sozialen Netzwerken, über Videoplattformen oder Chatrooms verbreitet werden. Mobbing fängt dann an, wenn das Beleidigen, Bloßstellen, Bedrohen oder Belästigen im Internet oder über das Handy über einen längeren Zeitraum hinweg geschieht, wie Ute Matz-Bunge, Lehrerin und Beauftragte für Cybermobbing an unserer Schule, erklärt.

Aufklären auf Augenhöhe

„Junge Menschen frühstmöglich für das Thema zu sensibilisieren und sie über die Risiken des Internets aufzuklären, ist wichtig“, betont die Expertin. Aus diesem Grund sind seit dem vergangenen Schuljahr am Städtischen Gymnasium Medienscouts im Einsatz. Gefördert durch die Landesanstalt für Medien wurden drei Achtklässler dazu ausgebildet, Gleichaltrigen den sicheren Umgang mit dem Internet nahe zu bringen.

„Wenn das Gleichaltrige machen, erzielt das noch mal eine ganz andere Wirkung als bei Erwachsenen, denn die Gespräche spielen sich auf Augenhöhe ab. Die Medienscouts besuchen zum Beispiel die Schüler der fünften Klassen und erzählen etwas zum Thema sichere Passwörter“, berichtet Ute Matz-Bunge. Sie betont, dass die mediale Aufklärungsarbeit am Gymnasium eine bedeutende Rolle spiele und „Hand in Hand“ ablaufe, wie durch die Zusammenarbeit mit Lehrerin Gwendolin Reusch als Ansprechpartnerin für die Medienscouts sowie mit dem Schulsozialarbeiter Jürgen Gerhards und einem Kriminalkommissar. „Prävention funktioniert nur, wenn wir alle gemeinsam hinschauen.

„Als Schule müssen wir am Ball bleiben“, betont Ute Matz-Bunge, die froh darüber ist, dass die Schüler des Gymnasiums der Aufklärungsarbeit sehr offen gegenübertreten. „Wir wollen die neuen Medien nicht schlechtmachen. Die Schüler sollen nur lernen, mit ihnen umzugehen. Außerdem beinhaltet die Schulordnung einen Verhaltenskodex, der dazu auffordert, die eigenen medialen Nutzungsgewohnheiten auf unfaires Verhalten zu überprüfen.“

Laut JIM-Studie 2014 sind etwa 17 Prozent aller Schüler, die das Internet nutzen, schon einmal von Cybermobbing betroffen gewesen. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) kennen jemanden in ihrem Bekanntenkreis, der schon einmal über das Handy oder Internet gemobbt wurde. Die Täter stammen dabei mehrheitlich (55 Prozent) aus dem sozialen Umfeld der Schule. Die Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing zeigt auch, dass mehr als ein Drittel der Schüler, die andere mobben, auch selbst schon gemobbt wurden. Im Juni werden am Gymnasium in Herzogenrath neue Medienscouts ausgebildet. Sie erfahren Wissenswertes zu Themen wie „Warum stellen sich Menschen im Netz dar?“ sowie zu Rechten und Gesetzen. „Anschließend überlegen wir, wie wir die Themen im Unterricht umsetzen können“, so Ute Matz-Bunge, die für die Ausbildung zuständig ist. „Prävention ist besser als spätere Intervention“, betont sie.

[text by: M. Weber, Super Mittwoch, 08.06.2016; photo by: Fotolia.de]