Gymnasium Herzogenrath

SPORT | Malabonlauf 2011 (15.09.2011)

20.10.2011: Achter Malabon-Solidaritätslauf

An der Sporthalle des städt. Gymnasiums Herzogenrath herrscht helle Aufregung. Hier macht ein Schüler Dehnübungen, dort laufen jüngere Teilnehmer in Ungeduld auf den Start des folgenden Ereignisses immerzu auf und ab.

Der Grund für dieses Verhalten? In wenigen Minuten erhalten die Schüler die Möglichkeit eine Stunde lang zu zeigen, wie weit ihre sportlichen Fähigkeiten reichen. Doch dies ist nicht nur ein Wettbewerb. Für jeden zurückgelegten Kilometer erhalten die Teilnehmer einen bestimmten von Sponsoren zur Verfügung gestellten Geldbetrag, der einem guten Zweck zugeführt wird.

Einen Moment Stille. Die Teilnehmer stellen sich auf. Dann folgt das Startzeichen. Es ertönt das Fußgetrappel von 434 Läufern und Läuferinnen, welche bereit sind, an diesem achten Malabon-Solidaritätslauf ihr Bestes zu geben. Das Ziel der Veranstaltung liegt wie immer darin, einen möglichst hohen Spendenbetrag zu erzielen, welcher Slumbewohnern im besagten Malabon helfen soll. Dies ist ein Stadtteil in Manila, der Hauptstadt der Philippinen. Mit Hilfe des Geldes besteht z.B. die Möglichkeit, den verarmten Kindern in Malabon Bücher zu kaufen oder ihnen sogar Bildungseinrichtungen zu bauen.

Die Idee des Solidaritätslaufes für Malabon stammt von Herrn Schmerz, einem ehemaligen Lehrer am Städtischen Gymnasium Herzogenrath. Er organisierte 1987 die erste Veranstaltung, bei der die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, auf sportliche Weise selbst den armen Menschen in Malabon zu helfen. Seitdem sind 24 Jahre vergangen, und immer noch nehmen viele engagierte Schüler und sogar einige Lehrer teil. Dieses Jahr ist die Motivation unter den Läufern besonders groß, da Manila Ende September von einem Taifun verbunden mit schweren Überschwemmungen heimgesucht wurde, welche die geringe Habe der dortigen Menschen bedrohen.

Auf dem Platz kehrt Ruhe ein, die Läufer sind den Blicken der Zuschauer entschwunden. Nur einige Walker sind in einiger Entfernung noch zu sehen. Diese nehmen eine kürzere Route als die Läufer, da sie ihre Distanz gehend zurücklegen. Nach jeder Runde wird den Teilnehmern zugejubelt, bis das Ereignis um 13:30 Uhr sein Ende nimmt.

Einige Tage später kommt die große Ankündigung: Die Läufer und Walker haben zusammen 12.500 Euro auf 3.450 Kilometern eingenommen. Dies entspricht zwar nicht dem Schulrekord, trotzdem hatten die Schüler und Lehrer großen Spaß, wodurch dieser bereits zur Tradition gewordene Solidaritätslauf auch in Zukunft viele Teilnehmer finden wird.

Text geschrieben von: Miká Liedtke-Börger, Kl. 8a