Gymnasium Herzogenrath

SPRACHE | Auslandsjahr in Großbritannien (16-03-2017)

Philipp Tillmann (Q1) war ein Jahr in Canterbury / England.

Im Schuljahr 2015/2016 habe ich ein Jahr in Canterbury, England verbracht. Dazu habe ich mich bei einer Organisation aus Düren beworben, die eine Schule, die Simon Langton Grammar School for Boys, und eine Gastfamilie für mich gesucht hat. Gelebt habe ich bei einer 3-köpfigen Familie in einem netten kleinen Haus in Whitstable, einem der umliegenden Orte von Canterbury.

Der Ort liegt direkt am Meer und ich konnte innerhalb von 5 Minuten mit dem Fahrrad, das ich mir dort gekauft hatte, den Hafen und den schönen Kiesstrand erreichen. Über die Schule habe ich sehr schnell Freunde gefunden, die mich zu Partys eingeladen haben, mit denen man viel unternehmen konnte und die es mir erleichtert haben, mich in dem neuen Land zurechtzufinden.

Da Canterbury im Südosten von England liegt, konnte ich sowohl London innerhalb von einer Stunde mit dem Zug erreichen, als auch die vielen kleinen und idyllischen Hafenstädte an der Küste besuchen. Mit der Schule habe ich auch einige Ausflüge unternommen: Ich war im Norden von Wales klettern und zelten, habe die Jaguar-Fabriken in Birmingham besucht, bin nach Genf in der Schweiz zum CERN gereist und konnte sogar im Sommer 2016 segeln lernen.

In meiner Gastfamilie habe ich mich wohlgefühlt, doch ein Auslandsjahr erfordert mehr Selbstständigkeit als das Leben zu Hause. Zum Glück konnte ich mich immer auf meine Gastfamilie, meine neuen Freunde und meine Familie und Freunde in Deutschland verlassen. Letztere habe ich über Weihnachten besucht und sie sind auch zweimal zu mir nach England gekommen – ein wenig Heimweh habe ich selbstverständlich immer gehabt.

Mein Auslandsjahr hat nicht nur mein Englisch enorm verbessert, sondern es hat mich auch unabhängiger und offener gemacht. Ich habe noch immer viel Kontakt mit meinen besten Freunden aus England, mit denen ich mich auch ein Jahr später noch gegenseitig besuche.

[text by: Philipp Tillmann, photo by: Finja Vickus, März 2017]