Gymnasium Herzogenrath

SPRACHE | Frankreichaustausch Klassen 8 und 9 (Stand: 02-05-2018)

20.4.-27.4.2018 in Saint-Quay-Portrieux (Bretagne) Bildergalerie »

Eine Woche Sonne, Meeresluft und die französische Sprache im Ohr. Viele hätten gerne noch eine Woche angehängt.

Die Reise ging am Freitagmorgen los, führte uns über Paris mit dem obligatorischen Halt vor dem Eiffelturm. Spätestens beim Erklimmen der Stufen zur Metro verstand man die Botschaft „bitte keine Koffergiganten mitschleppen“. Zu spät. Egal, die Stimmung war trotzdem gut, denn die sommerlichen Temperaturen und die Vorfreude auf das Wiedersehen mit den „corres“ wog schwerer.

In St. Brieuc angekommen, wurden wir liebevoll in Empfang genommen. Das Wochenende bot ein vielfältiges Programm in den Gastfamilien: Jakobsmuschelfest in Saint-Quay-Portrieux, Kayak, Ausflüge entlang der bretonischen Küste. Viele streckten mutig ihre Zehen ins kalte Nass. Zufriedene Gesichter am Montagmorgen ließen die Betreuer aufatmen. Nun folgte das Abtauchen in eine völlig neue Welt: der französische Schulalltag. Schulschluss 17:00. Schock. Meine persönliche Erkenntnis: Viele unserer Schüler sind mit ihrer Schule in Deutschland tatsächlich sehr (!) zufrieden.

Am Montagnachmittag wurden wir über Besonderheiten der Flora und Fauna am Meer aufgeklärt. Außerdem stand Midos Geburtstagsfeier auf dem Plan. Dienstag folgte ein erneuter Einblick in den Schulalltag mit Sport am Strand und nachmittags der Besuch des Museums in St. Brieuc. Die wunderschöne Île de Bréhat steuerten wir am Mittwoch mit dem Ausflugsschiff an. Dort besichtigten wir die Glasbläserei und genossen einen fantastischen Blick über das Meer. Abenteuerstimmung kam später auf, als wir den Bus verpassten und gut eine Stunde an einer Landstraße entlanglaufen mussten.

Am Donnerstag trafen wir uns in Binic, einem pittoresken Örtchen am Meer, nachmittags kamen die Sportler beim Kajak auf dem offenen Meer auf ihre Kosten. Abends gab es eine Abschiedsfeier, bei der die Gasteltern mit kulinarischen Besonderheiten aufwarteten. Am nächsten Tag fiel der Abschied von den Gasteltern und „corres“  nicht schwer, denn man hatte sich längst verabredet. Selbstverständlich freuten sich alle auf zuhause, auf das eigene Bett, sogar auf die Geschwister. Die Koffergiganten wurden zu Fuße des Sacré-Coeur gezerrt und ein letzter Blick auf Paris gewagt. Kommentar: „Mein Aachen ist aber schöner.“ Der Blick über den Tellerrand hat sich trotzdem gelohnt.

[text and photos by: Maxie Lühring, Französischlehrerin am Städt. Gymnasium Herzogenrath]