Gymnasium Herzogenrath

Unser neuer Schulleiter (18.04.2002)

Zirkusdirektor mit offenem Ohr
Reinhard Granz neuer Leiter des Gymnasiums Herzogenrath

granz_2002_aGerade kommt er von einem Empfang im Rathaus von Schülern aus der Partnerschule in Bistriz in Rumänien. Der Weg über den Schulhof zu seinem Büro dauert etwas länger – es ist Pause, und Schüler des Gymnasiums der Stadt Herzogenrath kommen immer wieder zu ihm, nur um mal zu grüßen, stellen Fragen zum Unterricht. Oberstudiendirektor Reinhard Granz hat immer ein offenes Ohr für seine Schüler. Heute findet im Gymnasium die offizielle Feier zu seiner Ernennung zum Direktor der Schule statt.

Große Gratulationscour: Schüler, Lehrer (M.Bartz 1.v.r.), Bürgermeister Zimmermann (1.v.l.) und Vertreter der Schulbehörde (Schuldezernent Paul Palmen (2.v.r.) wünschten dem neuen ´Direx` des Herzogenrather Gymnasiums, Reinhard Granz (2.v.l.) alles Gute.

granz_2002_bHerzogenrath. Zirkusdirektor nennt Reinhard Granz seine Position selbst scherzhaft. Ein Schulleiter sei in der heutigen Zeit auch Manager, und das komme schließlich von Manege. Ein Vergleich, den der 53-Jährige aber auch gleich mit einem für ihn sehr prägnanten Argument untermauert: „Wenn man den Zirkus besucht, ist man meist in guter Stimmung. In einer Schule ist es wichtig und nötig, dass Lehrer und Schüler in guter Stimmung zusammenarbeiten“, hat er bisher das Gymnasium als lebendig und vielfältig orientiert erlebt.

In den letzten viereinhalb Jahren fungierte Reinhard Granz als Stellvertreter seines Vorgängers Dr. Anton Willkomm. Wichtig in dieser Zeit, wie heute, war ihm vor allem, die Schüler nach ihrem unterschiedlichen Potenzial so gut wie möglich zu fördern. Natürlich spiele die Lehrerkapazität dabei ein Rolle. Granz unterrichtet selbst mehr, als er eigentlich in seiner Funktion als Direktor müsste. In der Woche gibt er acht Unterrichtsstunden Deutsch und Musik. Hervorragende Ansätze sieht er auch in der Elternarbeit. Regelmäßig übernehmen Eltern die Aufsicht in dem Selbstlern-Zentrum Media-Thek, beteiligen sich an Arbeitsgemeinschaften: auch ein wichtiger Beitrag zum Lernklima – so Granz.

granz_2002_cDer zweifache Familienvater hat an der Universität in Köln sowie der Musikhochschule studiert. Seine Lehrerlaufbahn begann er 1974 im Gymnasium in Neuss. Anschließend arbeitete er 16 Jahre als Studiendirektor im Korschenbroicher Gymnasium, bevor er zum Stellvertreter von Dr. Willkomm ernannt wurde.

Das letzte Jahr in der Doppelfunktion als kommissarischer Leiter und „eigener“ Stellvertreter der Schule, war nicht immer einfach. „Meine Kollegen haben mich aber sehr unterstützt“, ist Reinhard Granz dankbar. Auf diese Unterstützung hofft er auch bei einem weiteren Ziel seiner Arbeit: die Schule noch mehr für ein kleines Stück Europa zu öffnen. „Ich würde mir wünschen, dass es nicht nur gemeinsame Projekte zwischen deutschen und niederländischen Schülern gibt, sondern dass sie im gemeinsamen Unterricht unterrichtet werden.“

Immer ein offenes Ohr:
Oberstudiendirektor Reinhard Granz ist der neue Leiter des Herzogenrather Gymnasiums. Heute findet eine Feier in der Aula aus Anlass seiner Einführung statt.

Eine enge Zusammenarbeit gibt es bereits mit dem College Rolduc, aber auch die Schulpartnerschaft Bistriz sei eine gute Sache für das Roda-Gymnasium. „Ich bin stolz darauf, dass sich aus dieser Schulpartnerschaft wahrscheinlich eine Städtepartnerschaft ergibt“, sieht der neue Direktor noch viel Arbeit in Sachen „Europa-Öffnung“ auf sich zukommen, aber „ich halte das für sehr wichtig“.

Reizvolle Aufgabe und Herausforderung – Gymnasium begrüßt Direktor Reinhard Granz

granz_2002_dHerzogenrath. Zwar war er nicht im eigentlichen Sinne sprachlos, doch völlig begeistert. Oberstudiendirektor Reinhard Granz wurde von seiner Schulgemeinde mit einem liebevoll zusammengestellten Programm offiziell als Schulleiter empfangen. In der Aula des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath wohnten viele Gäste aus Schule, Politik und Verwaltung, Kollegen – auch vom niederländischen College Rolduc -, Eltern und natürlich die Schüler dem Festakt bei. Schüler der Partnerschule aus dem rumänischen Bistritz überraschten ebenfalls mit einem Ständchen.

Neuland ist das Gymnasium für Reinhard Granz natürlich nicht mehr. Ein Jahr war er kommissarischer Schulleiter, zuvor Stellvertreter des früheren Direktors Dr. Anton Willkomm. Einstimmig hat ihn der Stadtrat nun zum neuen „Direx“ gewählt.

granz_2002_e„Der Geist und die Motivation, von dem die einzelnen Lehrerkollegien bestimmt werden, wird ganz entscheidend von der Persönlichkeit an der Spitze bestimmt“, sagte denn auch Bürgermeister Gerd Zimmermann.

Reinhard Granz verfüge über Sensibilität und die Begabung zum Hinhören. Ein offenes Ohr also für über 1100 Schüler, 65 Lehrer und neun Lehramtsanwärter.

Für Landesschuldezernent Paul Palmen war die Ernennung „eine persönliche Freude“. Granz sei mit Herz und Seele Lehrer, der eine Schule nicht nur verwalte.

Palmen hatte seine Aufgabe als Schuldezernent fast zeitgleich mit Granz´ kommissarischer Schulleitung übernommen. Die bisherige Zusammenarbeit setze Zeichen für weitere gute Kooperation. Die Erwartungen in das Amt des Schulleiters habe Granz im letzten Jahr nicht nur erfüllt, „sondern in vielen Bereichen auch übertroffen“, betonte Palmen. Ein Amtsantritt, so machte Granz selbst deutlich, „der Erwartungen, Hoffnungen und Träume“ auslöse.

granz_2002_f Die Chance des Neubeginns sei eine reizvolle Aufgabe und Herausforderung, der er sich mit den Kollegen stellen wolle. „Warum haben wir den Beruf Lehrer gewählt? Weil uns an jungen Menschen etwas liegt“, propagierte Granz, gerne zu lernen und gerne zu lehren.

Offenheit, Unterstützung bei Ideen, Transparenz bei Entscheidungen: Die Erwartungen der Kollegen an ihren neuen Direktor waren vielfältig. Generell wünschten sie jedoch eins: Eine glückliche Hand bei allen schulischen Entscheidungen.

 

Und die Schüler? Sie machten ihren „Traum von Schule“ mit textlichen Beiträgen humorvoll deutlich. Warum denn nicht die Pausen musikalisch durch den Schulchor mit Unterstützung der Pop-Gruppe Brosis untermalen lassen?

granz_2002_hUnd auch die Eignung des neuen Direktors für sein Amt wurde ganz genau geprüft. Da kam dieser nicht darum herum, sich durch einen sprechenden Harry-Potter-Hut orakeln zu lassen.

 

 

Schulchöre und -orchester sowie ein hervorragendes Violinkonzert von Felix Wagner (Jahrgangsstufe 12) untermalten die Wortbeiträge festlich.

 
 

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