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  • AutorenbildClara Gossens und Ray Schnitzler

Projektarbeit WP2 Kunst/Musik

In dem Zeitraum vom 5.12.2023 bis zum 19.01.2024 hat sich unser WP2 Kurs Kunst/Musik, in Zusammenarbeit mit dem Theater Aachen mit einer Projektarbeit befasst. Die Kooperation entstand dadurch, dass im Theater zu der Zeit das Opernstück “La Boheme” - Puccini, welches alltägliche Probleme behandelt, gespielt wurde. In unserer Projektarbeit sollten wir nämlich später alltägliche Probleme der heutigen Jugend als Thema aufgreifen.

In dieser für uns sehr spannenden Zeit wurden wir abgesehen von unseren beiden Lehrern Frau Schares und Frau Lühring noch von der Theaterpädagogin Darya Motebassem begleitet. Als wir Darya zum ersten Mal kennengelernt haben, hat sie mit uns in der Schule einige Spiele gespielt. Dies waren nicht sonst so bekannte Kennenlernspiele sondern Spiele, durch welche man ein Gefühl für die Aktion/Reaktion auf der Bühne bekommen sollte. Sowohl Aktion als auch Reaktion sind einige Grundlagen für die Darsteller im Theater und in der Oper. Zusammen mit Darya haben wir auch die Oper noch ein wenig besser kennengelernt und unteranderem auch die Projektarbeit angefangen.

Im WP2 Kunst/Musik gibt es die Möglichkeit, statt einer Klassenarbeit eine Projektarbeit zu machen. Unsere Aufgabe war es eine “Blackbox” anzufertigen. Die Blackbox sollte einen Einblick in das Innere einer von uns selber erstellten (fiktiven) Figur gewähren. Hier kommen auch die alltäglichen Probleme der heutigen Jugend ins Spiel. Jeder durfte sich für seine persönliche Figur ein problematisches Thema aussuchen. Die Auswahl war also von Magersucht und Schönheitswahn bis hin zu Drogensucht unglaublich groß und vielfältig. Zu der Blackbox sollten wir außerdem noch ein Artbook erstellen und passend gestalten. In dem Artbook wurden dann Planung und Vorbereitungen dokumentiert. Eine der Sachen, die zu planen waren, war außerdem noch ein passender Sound. Den Sound konnte man selber erstellen oder aus dem Internet nehmen. Wichtig war nur, dass diese auch zu den Problemen unserer Figuren passten.

Einen Tag vor der schlussendlichen Ausstellung der Boxen und dem Besuch der Oper, trafen wir uns nochmal mit Theaterpädagogin Darya. Dieses Mal aber nicht bei unsererm Arbeitsplatz in der Schule sondern bei ihrem in Aachen. Darya hat ihr Büro nämlich im Mörgens. Das Mörgens ist nicht weiter vom Theater entfernt und dort werden alle Vorbereitungen und Requisiten bearbeitet. Dort haben wir also eine Tour von Darya selbst bekommen. Zuerst hat sie uns in dem Bereich, in dem die Kostüme angefertigt werden, herumgeführt. Zu sehen gab es ein riesiges Stofflager, gewaltige Räume zum Schneidern und Nähen, aber auch mehrere große Lager. In den Lagern befanden sich haufenweise Kostüme in allen möglichen Farben und Formen. Passend dazu bekamen wir natürlich auch unzählige Schuhe zu sehen. Von der Schneiderei aus sind wir zu den Plätzen gegangen, an denen die Kulissen und Bühnenbilder angefertigt werden. Viel davon wird aus Holz und Stahl hergestellt aber auch aus Styropor. Besonders die aus Styropor gemachten Objekte haben es uns allen sehr angetan, da diese einfach extrem realistisch und echt aussahen. So hat es uns sehr frustriert, als Darya uns eine Schüssel mit köstlich aussehenden Waffeln und Keksen angeboten hat, da diese leider auch aus Styropor waren. Aber warum stellt man so viele Objekte aus Styropor her? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach, denn Styropor ist sehr leicht und kann somit ganz einfach vom Mörgens ins Theater und dann auf die Bühne transportiert werden. Der Besuch im Mörgens war für uns wirklich eine sehr tolle Erfahrung, da uns so viele Einblicke auf das, was hinter den Kulissen passiert gewährt wurden. Hinter dem Ganzen steckt sehr viel Arbeit und das hat man dann auch während der Vorstellung vor Augen gehabt.

Zusammen mit Darya Motebassem, bauten wir im Spiegelfoyer des Aachener Theaters die Blackboxen und Artbooks auf, sodass sie für jeden Gast sichtbar waren. Die Boxen drapierten wir auf schwarzen Sockeln und verteilten sie innerhalb des Raumes. Da einige Mitschüler und Mitschülerinnen Songs oder Soundeffekte eingeplant hatten, standen natürlich MP3-Player und Kopfhörer zur Verfügung, welche den Boxen beigelegt wurden. Die Artbooks legten wir auf kleine Beistelltische neben den Sofas.

Die Vorbereitungen der Boxen und der Artbooks, sowohl in der Schule als auch im Theater, waren wirklich spaßig und bereicherten uns alle um eine neue künstlerische Erfahrung. Da wir verschiedenste Materialien und Soundeffekte benutzen konnten, war die Arbeit an den Projekten außerdem sehr frei und kreativ.

Doch wir hatten nicht nur das Glück unsere Arbeiten im Theater ausstellen zu dürfen, sondern auch die Oper „La Bohème“ besuchen zu können und die Nachbesprechung  der Schauspieler und Schauspielerinnen mitzuerleben. Besonders gut gefiel uns die moderne Interpretation des Stückes und wir waren allesamt von der Ausdauer der Schauspieler während der zwei-stündigen Vorführung beeindruckt.

Die Ausstellung unserer eigenen Arbeiten im Foyer wurde sehr gut von den Gästen angenommen und während der Wartezeiten vor dem Stück, in der Pause und auch nach der Oper, wurden sie von vielen angeschaut und bestaunt.

Zusammenfassend kann man also von einem gelungenen Kunstprojekt unseres WP2 Kunst-Musik Kurses sprechen.



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