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Auf nach Utopia – „Flori und Tom“ beim 11. Kindertheaterfest in Köln

Autorenbild: Kerstin Rosenberger
Kerstin Rosenberger
1. Okt.
2 Min. Lesezeit

Unter dem Motto „Auf nach Utopia“ machten sich die Schauspielerinnen des Froschtheaterstücks „Flori und Tom. Weißt du noch?“ gemeinsam mit fünf weiteren Kindertheatergruppen aus ganz Deutschland am 24.9. auf den Weg zu einem ereignisreichen verlängerten Wochenende nach Köln.

Als eine von nur sechs ausgewählten Theatergruppen durften die Herzogenrather Schülerinnen Alina, Emma-Marie, Jule, Luzie, Emma P. und Mia zusammen mit Theaterleiter Eckhard Debour und Zirkusleiterin Kerstin Rosenberger vier spannende Tage auf dem Gelände des Latibul (Zirkuspädagogisches Zentrum) in Köln verbringen. Aus insgesamt 45 Bewerbungen hatte der Bundesverband für Theaterpädagogik sechs Theaterproduktionen für das Festival ausgewählt – und „Flori und Tom“ hatte das große Glück, dabei sein zu dürfen.

Auf dem weitläufigen Gelände war eine eigene kleine Utopie-Stadt entstanden, in der es für die Kinder viel zu entdecken gab: Sie konnten das Rathaus besuchen, in verschiedenen Werkstätten eigene Fahrzeuge bauen oder sich in der Boutique verkleiden und in neue Rollen schlüpfen. So verwandelte sich das Festivalgelände selbst in eine fantasievolle Welt, in der die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten.

Im Mittelpunkt standen natürlich die Theateraufführungen. Zweimal täglich wurde eines der sechs eingeladenen Stücke der Gruppen aus Nürnberg, Berlin, Oldenburg, Düsseldorf, Erfurt oder Herzogenrath in einem großen Zirkuszelt aufgeführt. Jede Vorstellung wurde vom Publikum mit tosendem Applaus gefeiert.

Besonders beeindruckend fanden wir die Inszenierung von „Rotkäppchen“ aus Erfurt. Gehörlose Kinder brachten das bekannte Märchen auf eine ganz reduzierte Weise auf die Bühne – mit nur wenigen Worten, dafür mit umso mehr Ausdruck, Bewegung und Präsenz. Für die jungen Zuschauer war diese besondere Form des Theaters eine schöne Erfahrung dafür, wie vielfältig Theater sein kann.

Doch auch abseits der Bühne wurde es nicht langweilig. Abends wurde gemeinsam gefeiert, es gab Verkleidungspartys und Lagerfeuer, bei denen die Kinder schnell mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der anderen Gruppen ins Gespräch kamen. Tagsüber konnten sie an verschiedenen Workshops teilnehmen oder auf eigene Faust die Umgebung erkunden – sogar eine Gondelfahrt über den Rhein gehörte für einige zum Festivalprogramm.

Vier Tage lang wurde gemeinsam gespielt, Theater geschaut, ausprobiert, gelacht und es wurden neue Freundschaften geschlossen. Für die Kinder und ihre Begleiter war die Reise nach Köln damit weit mehr als ein Theaterauftritt: Sie war eine Begegnung mit anderen jungen Theaterbegeisterten aus ganz Deutschland und eine Reise in eine kleine, kreative Welt, in der vieles möglich war.

Für uns war es ein gelungenes Wochenende ganz im Sinne des Festivalmottos: Auf nach Utopia!



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