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EP Vizepräsidentin Sabine Verheyen zu Besuch an unserer Schule

  • Autorenbild: Pauline Hirschhausen
    Pauline Hirschhausen
  • 15. Sept. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Große Ehre für das SGH: Am 1. September besuchte uns Sabine Verheyen (CDU), Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, zusammen mit Dieter Gronowski von der CDH Herzogenrath, an unserer Schule. In kleiner Gesprächsrunde im Schulleiterzimmer hatten mehrere Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangstufe 10 und der Q1 gemeinsam mit einigen Lehrkräften (Herr Becker, Herr Reiferth, Frau Gossens, Herr Jung) und unserem Schulleiter Herrn Höbig die Gelegenheit, einige wichtige Themen anzuprechen. So diskutierten wir unter anderem über die Erinnerungskultur und der Notwendigkeit dieser, teils um die Möglichkeit des Untergangs demokratischer, politischer Institutionen in Social Media-Zeiten und teils um europaweite Förderprogramme für Heranwachsende.

 

Erinnerungskultur

Die Notwendigkeit, tatsächliche, greifbare, unmittelbare Erfahrungen mit den grausamen Verbrechen innerhalb der deutschen Geschichte im Namen des Nationalsozialismus zu machen und unmittelbar zu lernen und begreifen, wie tief und deutlich faschistische Institutionen die Geschichte Europas prägten, war ein sehr ausführliches Gesprächsthema. Verheyen lobte die Initiative unserer Schule, welche jährlich unter Herrn Reiferths Initiative im Kulturzentrum Klösterchen zum 09. November Gedenkveranstaltungen organisiert und inszeniert.

 

Europäische Institutionen- nicht reißerisch, nicht klickwürdig

Während des Gesprächs drückte Verheyen zudem ihre Enttäuschung über das nicht-Erreichen der jüngeren Generationen aus - trotz Social Media Kommitees und diversen Kanälen, die gerade die Jugend ansprechen wie @european_youth_eu (Instagram, Jugendableger der Europäischen Kommision), oder @eyp (European Youth Parliament). Auch wenn diese Kanäle nicht so reißerisch und somit attraktiv wie andere Politikkanäle auf Social Media sind - schaut doch trotzdem gerne mal vorbei, euch erwarten Aktionsaufrufe, Aktivitätenangebote und vor allem europaübergreifender Austausch!

 

Europäischer Austausch- Verbindung von Ost und West

 Im Verlauf des Gesprächs wurde auch deutlich, dass die Europäische Union mehr ist und mehr sein muss als bloß ein Bündnis auf dem Papier und es wesentlich darauf ankommt, dass sich eine europäische Mentalität in allen Mitgliedsstaaten entwickelt. Denn spätestens seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine müsste allen klar sein, dass für eine europäische Zusammenarbeit und ein bestehendes europäisches Zusammenleben Ost und West noch stärker aufeinander eingehen müssen, die Staaten West- und Osteuropas sich miteinander verbünden und austauschen müssten. Gerade die Jugend in Europa sollte eine solche Zusammenarbeit als selbstverständlich und nicht als außergewöhnlich angesehen, weswegen Herr Becker und die anwesenden Schülerinnen der Philosophiekurse auf die seit Jahren an unserer Schule etablierten Schüleraustausche mit Serbien hinwiesen sowie auf die Bedeutung des Schüleraustausches mit dem rumänischen Bistriz, der Partnerstadt der Stadt Herzogenrath. Am SGH wird aber nicht nur der große europäische Bogen gezogen zwischen West und Ost, zwischen Plerin in Frankreich, der maltesischen Insel Malta und den osteuropäischen Städten Bistriz und Zrenjanin, sondern auch lokaleuropäische Beziehungen vor Ort gepflegt, was durch Willy Jung, unserem Ganztagskoordinator verdeutlicht wurde. Er unterstrich die Bedeutung einer engeren Zusammenarbeit in der Euregio und die Bedeutung der Förderung niederländisch-deutscher Zusammenarbeit in unserer Region, die unsere Schule mit unserer niederländischen Partnerschule Het-Martin-Buber sehr intensiv pflegt. Erfreulich auch hier: Sabine Verheyen sagte uns auch in diesen Arbeitsbereichen ihre Unterstützung zu, insbesondere durch die Möglichkeit der Vermittlung von Experten und durch Unterstützung bei der Formulierung von Förderanträgen bei internationalen Projekten.

 

Kritik an Satirepartei

Vielleicht , auch aufgrund der anstehenden Sitzungen im Parlament, ließ Verheyen es sich nicht nehmen, sich im letzten Atemzug kritisch über die Satirepartei Die PARTEI, die angeblich das ganze Parlament ins Lächerliche ziehen würde, zu äußern. Die damit einhergehende Systemkritik und die Funktion der PARTEI als Protestpartei für Menschen, die sich im politischen Rahmen nicht gesehen fühlen, scheint selbst Spitzenpolitiker*innen nicht immer geläufig zu sein. Selbst im kleinsten Kreis erweist sich demokratische Politik als dynamischer Dauerlernprozess, der immer weitergedacht und gefördert werden muss.

 

Fazit

Durch den Besuch Verheyens haben wir als Schulgemeinschaft nun einen zuverlässigen Kontakt zum europäischen Parlament und vor allem einer menschennahen Politikerin. Während des Gespräches, welches sich mitunter größtenteils zwischen den anwesenden Politikern und den Lehrkräften abspielte, fragte sie des Öfteren gezielt die Schülerinnen nach ihrer Perspektive und Meinung. Dabei wirkte Verheyen auf uns sehr zugewandt und verbindlich.

 

Pauline Hirschhausen, Q1



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