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Theater-Konzert zum Thema Demokratie und Menschenrechte - Gäste aus Malta und Aachen musizieren gemeinsam mit dem Eurode Jugendorchester Herzogenrath an unserer Schule

  • Autorenbild: Martin Eibach
    Martin Eibach
  • 25. Sept. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Am 15. September 2025 fand in der Aula des städtischen Gymnasiums das Konzert „Der blinde Kompass“ statt, ein musikalisches Ereignis, das nicht nur durch seine künstlerische Leistung der über 70 Mitwirkenden, sondern auch durch seine Botschaft für Demokratie und Zivilcourage beeindruckte.

Über ein Jahr Vorbereitung lag hinter dem Team aus drei Orchesterleitern, die diesen Abend gemeinsam gestalteten. Die Idee hinter dem Projekt war es, eine Verbindung von Theater-Szenen zu historischen Stationen der Geschichte der Menschenrechte und ausgewählter musikalischer Reflexionen mittels sinfonischer Arrangements und Originalwerken herzustellen. In ihrer Begrüßung wies die Aachener Violinpädagogin und Leiterin des Aachener Streichensembles Phantabio, Marion Simons-Oliver auf die europäische Dimension des Konzerts hin, zumal noch zwei Musiker der belgischen Formation Musica Mina die Jugendlichen unterstützten.    

Unter der Leitung von Joseph Grech (Malta) dem Leiter des langjährigen Partnerorchesters des Eurode Jugendorchesters (EJO) und Martin Eibach (Herzogenrath) gestaltete sich das Konzert zu einem beeindruckenden musikalischen Erlebnis, bei dem die kulturelle Zusammenarbeit der Musikerinnen und Musiker aus Malta und Herzogenrath weiter gestärkt wurde.

Die Theatertexte wurden mit einem Ensemble aus acht Jugendlichen zusammen mit Marion Simons-Oliver entwickelt. Den Rahmen bildeten zwei Kompositionen des Duisburger Komponisten Axel Schullz, der die Vertonung der UN-Menschenrechtserklärung zu einem Zentrum seines Schaffens gemacht hat. Kraftvoll präsentierte sich dabei ein kleiner Projektchor unter Leitung von Musiklehrerin Eva Honecker.  Die jungen Sängerinnen und Sänger traten in regenbogenfarbenen T-Shirts auf und hielten selbstgemachte Plakate zu den Menschenrechten in die Höhe. Diese farbenfrohen und kraftvollen Botschaften waren ein weiterer visueller und emotionaler Höhepunkt.

Ein besonderer Moment des Abends war die Aufführung der Filmmusik zu „Schindlers Liste“, einer eindringlichen Hommage an die Opfer des Holocaust. Die junge Aachener Cellistin Cosima Streich übernahm hierbei den bewegenden Solo-Part und hinterließ Sekunden des Schweigens nach dem Verklingen ihres letzten Tons auf Ihrem Cello.

Bereits einen Tag vorher, am Tag der Kommunalwahl NRW und zugleich Tag des Denkmals, hatte das ca. 70 Musikerinnen und Musiker umfassende Ensemble einen Aufritt an einem historischen Ort. Der belgische Kinosaal auf dem Gelände der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang in der Nähe von Schleiden in der Eifel war Aufführungs- und Probenort für die Premiere des Stücks „Der blinde Kompass“ und erinnerte an die dunkle Vergangenheit in der Zeit des NS-Regimes.

„Der blinde Kompass“ war mehr als nur ein Konzert – es war ein Aufruf zum Handeln. Die Botschaft des Abends war klar: Musik kann eine mächtige Stimme für diejenigen sein, die keine haben. Sie kann Brücken bauen, Bewusstsein schaffen und Menschen dazu inspirieren, sich für eine gerechtere Welt einzusetzen – vor Ort in Herzogenrath, in unserer Region und auch europaweit.


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